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Versicherung verklagt Hollywood-Star Pierce Brosnan

07.12.2017 – pierce_brosnan_dpaPromis und Versicherungen sind noch immer ein Thema für sich. In der Regel machen medial bekannte “Sterne” und “Sternchen” eher durch skurille Versicherungspolicen auf sich aufmerksam. Im aktuellen Fall droht einer bekannten Hollywood-Legende jedoch eher mächtig Stress: So wurde der irische Schauspieler Pierce Brosnan nach einem Brand seines Domizils im Jahr 2015 von der Versicherung auf Schadenersatz verklagt.

Dabei hatte das Feuer laut einem Bericht des Berliner Kurier nicht nur das Anwesen des “James Bond”-Darstellers in Asche verwandelt, sondern auch das benachbarte Anwesen von Schauspieler Alexander Haagen beschädigt. Nun verlangt dessen Versicherung Schadenersatz, weil Brosnan angeblich “grob fahrlässig” gehandelt haben soll.

Der konkrete Vorwurf: Brosnan soll leicht brennbare Teppich-Reste unsachmäßig in der Garage gelagert hatte. In dieser war das Feuer durch einen elektrischen Kurzschluss ausgebrochen und hatte einen Großteil von Brosnans 18-Millionen Dollar-Anwesens niedergebrannt, berichtet das Blatt weiter. Seine Familie konnte sich zwar aus dem brennenden Haus retten. Allerdings soll ein Großaufgebot der Feuerwehr eine halbe Stunde benötigt haben, den Brand zu löschen.

Geschäftsmodell Promiversicherung

Dennoch sind Prominente bei Versicherern noch immer gern gesehene Kunden. Ob männliche Brusthaare, extralange XXL-Beine oder die engelsgleiche Stimme – mittlerweile lässt sich fast jedes Körperteil versichern. Interessant ist dies natürlich vor allem für die Prominenten dieser Welt, welche ihren Lebensunterhalt zumindest vorrangig mit eben jenen verdienen. Kein Wunder also, dass diese sich ihre relevanten Körperteile entsprechend versichern lassen. Unangefochtene Spitzenreiter sind jedoch bislang die Beine von US-Sängerin Mariah Carey mit einem Versicherungswert von knapp einer Mrd. US-Dollar.

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Für den Versicherungsmarkt Lloyd’s sind sogenannte “Prominentenversicherungen” längst zu einem lukrativen Geschäft geworden. So hatte bereits Schauspielerin Marlene Dietrich in den 1930er-Jahren ihre Beine dort für immerhin 1,7 Mio. Mark versichern lassen. Das bislang teuerste Lächeln hat sich US-Schauspielerin Julia Roberts: Rund 24 Mio. US-Dollar würden bei Lloyd’s fällig, wenn dies zu Schaden kommen würde.

Eingetreten sind entsprechende “Schäden” bislang jedoch nur selten. Eine der seltenen Ausnahmen machte jedoch Keith Richards, Gitarrist der “Rolling Stones”: Nachdem dieser von einer Palme gestürzt war und sich dabei den kleinen Finger brach, musste die Band drei Konzerte absagen. Glücklicherweise hatte Richards seine Hände bei Lloyd’s versichern lassen. Das durchaus üppige “Krankengeld” betrug immerhin schlappe 1,2 Mio. Euro. (vwh/td)

Bild: Pierce Brosnan (Quelle: dpa)

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