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Versicherer sollen Neue Seidenstraße versichern – auch die Allianz?

15.05.2017 – chinesische FInanzunternehmenDer in Peking abgehaltene Gipfel für das Projekt “One Belt, One Road” zum Bau der Neuen Seidenstraße hat weltweit Interesse auf sich gezogen. Zugegen waren Regierungschefs aus 29 Ländern und Wirtschaftsvertreter aus 130 Ländern. Die Neue Seidenstraße soll nach Afrika, Mittelasien, Europa und sogar nach Lateinamerika führen. Ein Mammutprojekt, das Versicherungsexpertise benötigt. Die Allianz zeigt wohl Interesse.

Entlang dieser Seidenstraße der modernen Zeit, die aus Fernstraßen, Bahnlinien und Seetransportwegen besteht, sollen Wirtschaftsentwicklungen gefördert werden. Selbstverständlich langfristig zum Nutzen besonders der Wirtschaft Chinas.

Hierzu haben nicht nur die chinesischen Staatsbanken, sondern auch die Versicherungsunternehmen entsprechende Aufgaben erhalten, zur aktiven Unterstützung der gigantischen Projekte beizutragen. Die vorgegebenen Aufgaben bestehen aus zwei Teilen: Zum einen Investitionen in Bauprojekte mit Versicherungsgeld, zum anderen sind Projektrisiken mit adäquaten Versicherungen abzudecken. Bis Ende 2016 wurden laut den Statistiken des Verbandes für Chinesische Versicherungs-Assets ca. 78,5 Mrd. Euro von den Versicherungen in Form von Anleihen und Beteiligungen investiert. Die Investitionen chinesischer Banken sind ebenfalls gigantisch. Bis Ende letzten Jahres wurden mehr als 200 Mrd. Dollar von den Banken als Kredit ausgegeben. Kreditnehmer sind neben den Bauunternehmen aus China meist die wirtschaftlich schwachen Länder entlang der geplanten Neuen Seidenstraße.

Großes Projekt, große Risiken

Die Bau- und Finanzierungsrisiken fallen folglich ebenfalls gigantisch aus. Die Aufsichtsbehörde Circ hat Ende April einen Leitfaden in Sachen Versicherungsservice für den Bau verabschiedet. In dem Dokument wurden den Versicherungsunternehmen nicht nur Chancen aufgezeigt, sondern auch Kriterien zur Risikobewertung. Auch die Allianz soll das Potenzial im Bereich der Kreditversicherung erkannt haben, wie aus einem Interview der Zeitung Shanghaier Security herauszulesen ist. (vwh/hy)

Bild: Finanzinstitute, hier Ping An, Pacific Insurance und Bank of China im Schanghaier Finanzviertel, die wichtige staatliche Projekte unterstützen. (Quelle: hy)

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