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Van Nieuwenhuizen fordert Aktionsplan für Fintechs

30.01.2017 – nieuwenhuizen-wijbenga_epFreie Fahrt für Fintechs fordert die Berichterstatterin des Europäischen Parlaments (EP), Cora Van Nieuwenhuizen, in ihrem diese Woche dem EU-Parlament zugestellten Berichtsentwurf zu “Fintechs”. Anstatt gesetzliche Regelungen auf EU-Ebene ins Auge zu fassen, fordert die niederländische Politikerin die EU-Kommission auf, einen EU-Aktionsplan zu erarbeiten.

Ziel müsse es sein, Fintechs in Europa zum Durchbruch zu verhelfen und bestehende Hindernisse für Start-ups und innovative Finanzprodukte im Banken- und Versicherungssektor abzubauen. Der jüngste Boom von Fintechs gehe einher mit dem Aufkommen neuer Technologien wie der Künstlichen Intelligenz, Cloud Computing und Distributed Ledger Technology (DLT). Diese Technologien eröffneten, nach Ansicht von Van Nieuwenhuizen, neue Möglichkeiten im mobilen Zahlungsverkehr, bei Open Banking Crowd Funding, virtuellen Währungen und Robo-Advice. “Die Fintech Revolution, die wir zur Zeit erleben, ist global”.

In den letzten Jahren hätten auch globale Fintech-Investitionen nicht nur im Silicon Valley, sondern auch in China und Asien deutlich zugenommen . Unter den zehn Top Ten Fintech-Unternehmen weltweit, finden sich die Hälfte allein in den Vereinigten Staaten, Israel und China. “Wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben will, muss die schnelle Innovation auch in der EU zur Norm werden”, sagt die EP-Berichterstatterin.

Van Nieuwenhuizen fordert eine “vorausschauende europäische Politik” im gesamten Bereich der Finanztechnologien. Fintechs dürften nicht allein auf eine Perspektive verengt werden, dass Start-ups die klassischen Finanzdienstleister durch Innovationen störten. Fintechs sollten vielmehr als ganzheitliches Finanzwesen verstanden werden, das mittels neuer Technologien den gesamten Bereich von Finanzdienstleistungen, Finanzprodukten und Infrastrukturen umfasse.

“Dazu zählen die Nutzung von neuen Technologien in der Versicherungswirtschaft wie ‘Insurtech, ebenso wie ‘RegTech’ zur Anwendung neuer Technologien im Bereich von Compliance Regeln“. Fintechs böten überdies die Chance, grenzüberschreitende Finanzströme zu ermöglichen und Infrastrukturen für alternative Darlehensgewährung und neue Investitionskanäle heranzuziehen.

Der EP-Fintech-Bericht thematisiert desweitern Fragen von Datensicherheit und -schutz, Interoperabilität sowie Cyber Security und IT-Wissen in der Digitalisierten Gesellschaft. “Digitale Fähigkeiten werden zu einer Schlüsselfunktion für Jedermann”, heißt es im Bericht. Konsumenten müssten befähigt werden, die Chancen und Risiken von automatisierten Rat (Robo-Advice) einzuschätzen. Die Aufsichtsbehörden müssten ihrerseits in die Lage versetzt werden, die Algorithmen zu verstehen, die zunehmend bei Produkten rund um Robo-Advice Anwendung finden, um sie wirksam beaufsichtigen zu können. (taf)

Bild: Cora van Nieuwenhuizen (Quelle: Europaparlament)

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