Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 


- Anzeige -

Sturmtief “Egon” sorgt für Chaos

16.01.2017 – sturmtief_egon_dpaSturmtief “Egon” hat Deutschland pünktlich zum Wochenende gründlich durcheinandergewirbelt. So führte der neuerliche Wintereinbruch bundesweit zu massiven Verkehrsbehinderungen. In Mittel- und Unterfranken stürzten Bäume und Äste auf Stromleitungen und sorgten für Stromausfälle. Besonders betroffen waren vor allem der Raum Aschaffenburg sowie die Landkreise Fürth, Nürnberger Land und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim.

Demnach saßen zahlreiche Haushalte in der Region im Dunkeln, berichtet der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf den Energieversorger N-Ergie. So waren laut Bericht in vielen oberfränkischen Gemeinden von Ahorntal bis Weißenstadt insgesamt 6.600 Haushalte von den Stromausfällen betroffen.

Auch in der Pfalz erreichte “Egon” Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometer. So rechnet die Versicherungskammer Bayern (VKB) auf Anfrage von VWheute nach ersten Schätzungen mit einer “deutlichen Anzahl von Schäden”. Dabei handelt sich nach Angaben einer Unternehmenssprecherin vor allem um herunter gefallene Dachziegel, Schäden an Gartenhäuschen oder durch umgekippte Bäume. Konkrete Zahlen konnten bislang nicht genannt werden.

Bei der Nürnberger liegt die Zahl der Schadensmeldungen nach Unternehmensangaben zwar über dem normalen Verlauf, sei “aber nach wie vor unkritisch. Zusätzlich erreichen uns weiterhin Meldungen zu Kfz-Unfällen, die infolge des Glatteises entstanden sind”, betonte ein Unternehmenssprecher gegenüber VWheute.

Neben Franken sorgte “Egon” auch in anderen Teilen Deutschlands für Chaos. So sorgten glatte Straßen und Sturmböen allein in Baden-Württemberg in der Nacht zum Freitag laut Südwestrundfunk für mehr als 500 Polizeieinsätze. In Rheinland-Pfalz sorgten orkanartige Böen und Neuschnee für teils chaotische Verhältnisse. Allein auf dem 554 Meter hohen Weinbiet in der Pfalz erreichte der Sturm Geschwindigkeiten bis zu 148 Stundenkilometer. Die Schäden hielten sich nach Poliezangaben jedoch in Grenzen.

In Hessen führte “Egon” zu einem Verkehrschaos. Auf dem Frankfurter Flughafen mussten zahlreiche Starts und Landungen abgesagt werden. Auch der Bahnverkehr war bundesweit beeinträchtigt. So reduzierte die Deutsche Bahn die Höchtgeschwindigkeit der ICE’s auf maximal 200 Stundenkilometer. In nahezu allen Bundesländern kam es zudem zu Verspätungen und Zugausfällen.

So musste die Strecke Hannover-Bremen wegen Unwetterschäden gesperrt werden, zwischen Frankfurt und Würzburg gab es ebenfalls Sperrungen, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online. Ebenfalls betroffen seien auch die Strecke zwischen Karlsruhe und Mannheim sowie veschiedene Verbindungen in Hessen und Bayern gewesen.

Lediglich Nordrhein-Westfalen scheint nach Angaben des Westdeutschen Rundfunks von größeren Schäden weitgehend veschont geblieben. In Schleswig-Holstein kam hingegen ein Autofahrer nahe Handewitt im Kreis Schleswig-Holstein auf der A7 ums Leben. Zudem sorgten Schnee und Glatteis vor allem in Niedersachsen und Bremen für Verkehrsunfälle. Dennoch fiel die Bilanz im Norden der Republik bislang glimpflich aus, berichtet der Norddeutsche Rundfunk unter Berufung auf Polizeiangaben. (vwh/td)

Bild: Sturmtief “Egon” wirbelte Deutschland zum Wochenende ordentlich durcheinander, wie hier in Franken. (Quelle: dpa)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten