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Steigender Absicherungsbedarf für Fußballer

16.08.2017 – fussball_pixelioIn dieser Woche nimmt der Fußball-Alltag in Deutschland wieder richtig Fahrt auf. Während aktuell auf europäischer Ebene die letzten Teams um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League kämpfen und der DFB-Pokal seine ersten “sportlichen Opfer” gefordert hat, startet die Bundesliga am kommenden Freitag in die neue Saison. Gleichzeitig wächst der Absicherungsbedarf für Fußballer, betont Michael Walther von Ergo Specialty.

“Wir sehen, dass der Absicherungsbedarf wächst und tendenziell höhere Versicherungssummen nachgefragt werden. Das gilt nicht nur für Marktwertversicherungen, sondern auch für Sportinvaliditätsversicherungen. Denn mit den Ablösesummen steigen ja auch die Gehälter”, sagt der Senior Medical Underwriter bei Ergo Specialty im Interview mit dem Branchenverband GDV.

Standardlösungen gibt es allerdings nicht: “Wir kalkulieren die Prämien für jeden Spieler individuell. Im Schnitt liegen sie bei rund einem Prozent der Versicherungssumme, wobei die Spanne von 0,6 bis 2,0 Prozent reichen kann. Das hängt vor allem vom Alter des Spielers ab” erläutert der Experte.

Eine höhere Anfälligkeit von Fußballspielern will der Ergo-Experte hingegen “nicht bestätigen. Auch die Ursachen für Sportinvalidität sind nahezu unverändert. Meist sind es instabile Knie- oder Sprunggelenke oder chronische Belastungsschmerzen, die zum vorzeitigen Karriereende führen”, betont Walther.

Und dennoch: “Die allermeisten Spieler haben heutzutage eine Sportinvaliditätsversicherung. Was Marktwertversicherungen angeht, so handhaben das die Vereine ganz unterschiedlich. Es gibt Klubs, die sichern nur einen Teil ihres Kaders ab”, ergänzt der Ergo-Experte.

Top-Schutz für Top-Fußballer

Wie notwendig solche Versicherungen sein können, zeigte jüngst der Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Neben den üblichen Krankentagegeld- oder Sporttagegeldversicherung sowie den Marktwertpolice können sich die Edelkicker auch einzelne Körperteile versichern lassen. Demnach soll sich beispielweise Real Madrid die Beine von Superstar Cristiano Ronaldo mit mehr als 200 Mio. Euro versichert haben.

Bereits 2016 errechnete das Versicherungsportal Getsurance jedenfalls die ungefähre Versicherungssumme für die internationalen Spitzenfußballer im Falle der Sportinvalidität. Unangefochtene Nummer eins war erwartungsgemäß der argentinischer Superstar Lionel Messi mit etwa 84 Mio. Euro, gefolgt von “CR7″ mit etwa 72 Mio. Euro, sowie denn Bayern-Stars Thomas Müller und Manuel Neuer mit jeweils 52 Mio. Euro. Aktuelle Zahlen über den derzeitigen Versicherungsschutz des brasilianischen Topstars Neymar nach dessen Rekordtransfer sind jedoch bislang nicht bekannt. (vwh/td)

Bildquelle: Kurt Michel / PIXELIO (www.pixelio.de)

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