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R+V steigt in den schwierigen Markt der Kunst ein

29.08.2017 – Kunst_Tefaf_Harry_HeutsSeit Jahren klagen Kunstversicherer über den Ratenverfall. Das hindert die R+V nicht daran, mit drei eigenen Produktlinien in die Kunstversicherung einzusteigen. Der Wiesbadener Versicherer will sich von seinen Konkurrenten vor allem dadurch unterscheiden, dass er als erster Anbieter auf dem deutschen Markt eine Kunstversicherung über das Internet anbietet – bis zu einem Sammlungswert von 50.000 Euro.

Die unterschiedlichen Produktlinien sollen alle Zielgruppen vom jungen Sammler bis zum vermögenden Investor abdecken. “Die Nachfrage steigt: Der deutsche Kunstmarkt boomt und erzielt mittlerweile über zwei Milliarden Euro jährlich. Und auch der Bedarf bei unseren vorwiegend mittelständischen Kunden wächst stetig”, erklärt R+V-Expertin Ursula Schaumburg-Terner.

In der Tat setzen viele Sammler angesichts rekordniedriger Zinsen weiterhin auf Kunst als Investment- und Werterhaltungsmotiv. Die Kunstversicherung ist zwar eine besondere Ausprägung der Transportversicherung, wird aber von relativ wenigen Marktteilnehmern unter Einsatz spezialisierter Ressourcen betrieben. Marktführer ist Axa Art, wesentliche Positionen besetzen Hiscox, Helvetia, Allianz und Uniqa.

2016 verzeichnete Axa Art ohne Wechselkurseffekte ein Wachstum von sechs Prozent. Die Bruttoprämie liegt bei mehr als 185 Mio. Euro. Zugenommen haben die Zahl der Kunden sowie die versicherten Werte, gemindert wurde das Wachstum allerdings durch den nach wie vor anhaltenden Prämienabrieb in der Kunst-Sparte. Im Markt gibt es derzeit keine Mega-Verluste, die die Ratenerosion in diesem Segment stoppen könnte.

Kunstversicherer verdienen viel auf den weltweit 1.000 Kunstmessen. Was die zeitgenössische Kunst angeht, sind die Art Basel, Frieze sowie Art Cologne federführend. Die Weltmarktkapazität für große Kunstmessen beträgt derzeit etwa 3,5 bis vier Mrd Euro. Davon allerdings werden derzeit 2,5 Mrd. Euro von Lloyd’s Syndikaten via Erst- und Rückversicherung zur Verfügung gestellt. Die weltweite Kunstversicherungsprämie inklusive der Prämie aus der Deckung von HNWI life-style-assets beläuft sich auf 1,7 Mrd. Euro. Hiervon entfallen auf Deutschland 130 Mio. Euro. (vwh/dg/cpt)

Bildquelle: Tefaf / Harry Heuts

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