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Risikomanagement wird komplexer

30.03.2017 – Risiko_lichtkunst.73_pixelioDie Komplexität der aktuellen Weltlage wirkt sich auch auf das Risikomanagement aus. “Niemand ist eine Insel”, lautet das Credo von Leberecht Funk, Gesellschafter der Funk-Gruppe, der zusammen mit seiner Frau Ende 2014 die gemeinnützige Funk-Stiftung gegründet hat. Die Stiftung widmet sich der Förderung von Forschungs-, Bildungs- und Praxisprojekten rund um die Themenwelt des Risikomanagements.

Dem Irrsinn der Strömungen, die aktuell das Weltgeschehen bestimmen, könne man nur dadurch begegnen, dass man darauf setzt, komplexe Sachverhalte durch mehr Bildung und Information transparenter zu machen. Wie notwendig das ist, machte Günther Schmid, ehemaliger Professor für internationale Politik und Sicherheit beim Bundesnachrichtendienst und an der Beamtenhochschule München/Berlin, im Rahmen einer Podiumsdiskussion am Dienstagabend deutlich. Er sieht nicht mehr bloß eine “Welt im Umbruch”, wie das Motto der Diskussion lautete, sondern den größten Epochenbruch der Neuzeit. “Die internationale Ordnung zerfällt, wir haben es mit einer zunehmenden Unregierbarkeit zu tun und es gibt keinen zivilisatorischen Fortschritt mehr” , stellt er fest.

Gleichzeitig war sich die Diskussionsrunde, zu der neben Funk und Schmid auch Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Marc Surminski, Chefredakteur der Zeitschrift für Versicherungswesen, gehörten, einig darüber, dass die augenblickliche Situation auch eine Chance auf Veränderung ist, wenn man die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA nicht nur als Katastrophe, sondern auch als Weckruf betrachtet. Angst ist dabei kein guter Ratgeber, stellte Funk fest.

Risiken sollte man lieber rationaler sehen, dann könnte man sie besser erkennen und einschätzen – weder Unter- noch Übertreibung sei hilfreich. Und bei aller sicher begründeten Angst vor Cyberrisiken, die insbesondere den kommenden Bundestagswahlkampf beeinflussen könnten, wie sich Schmid überzeugt zeigte, oder für die Gefahren, die vom Islamischen Staat ausgehen, sowie vor den Verwerfungen durch den Brexit und die aktuelle US-Politik müsse eines bedacht werden: “Das Risiko, durch einen Unfall in der Küche zu sterben, ist deutlich größer.” (sgk)

Bildquelle: lichtkunst.73 / PIXELIO (www.pixelio.de)

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