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Riester verteidigt sein Rentenmodell

30.03.2017 – Walter_Riester_MMM_550_kaspar1Auf der MMM Messe in München drehte sich alles um Digitalisierung, das Berufsbild des Maklers und – natürlich – IDD. Norbert Porazik, Gründer von Fondsfinanz, ist mit IDD zufrieden und sieht im Interview mit VWheuteTV für Makler vor allem Chancen. Torsten Poetz, Vorstand der Vereinigte Post wünscht sich eine Stärkung des Berufsbildes Maklers und mahnt bei der Digitalisierung eine gründlichere Selektion der angebotenen Dienstleistungen an.

Mit knapp 5.000 Besuchern, 170 Ausstellern und einem breiten Angebot an Vorträgen ist die MMM Messe, veranstaltet vom Münchener Maklerpool Fonds Finanz, vor allem für deren Partner aus Maklerschaft und Versicherungsunternehmen, im zehnten Jahr ihres Bestehens zu einer der größten Veranstaltungen dieser Art im Süddeutschen Raum avanciert. Neben dem Zahlenwerk von Fonds Finanz selbst standen auch bei der 11. Münchner Makler- und Mehrfachagentenmesse aktuelle Fragen aus Politik, Regulatorik und Produktneuheiten im Mittelpunkt des Geschehens.

Eine zunehmende Regulierung, die Anforderungen der Digitalisierung und ein immer härter werdendes Vertreter-Geschäft sorgen für Wachstum bei Maklerpools wie der Fonds Finanz aus München. Dieses Wachstum geht zu Lasten der Ausschließlichkeits-Vertreter und wer noch nicht gewechselt hat, überlegt sich das in diesen Tagen. Das wurde auf der diesjährigen MMM Messe in den Hallen des Münchner MOCs deutlich. Diese Tendenz macht sich auch beim Maklerpool Fonds Finanz bemerkbar, der für das laufende Geschäftsjahr einen neuen Rekordumsatz im niedrigen einstelligen Millionenbereich erwartet. Für 2016 meldet das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 123 Mio. Euro, wovon 80 Prozent auf das Versicherungsgeschäft entfallen, welches sich wiederum in die Bereiche Leben-, Kranken- und Sachversicherung drittelt.

Das Eigenkapital stagniert zwar seit drei Jahren bei rund 14 Mio. Euro, dafür wächst die Mitarbeiterzahl um zehn Prozent jährlich auf nunmehr 304 zum Dezember 2016. Für die Zukunft erwartet die Geschäftsführung ein deutliches Dokumentenwachstum, welches über die Digitalisierung im eigenen Haus aufgefangen werden soll. Dazu wurde eigens ein neuer IT-Geschäftsleiter engagiert. Im Interview mit VWheuteTV erläutert Gründer Norbert Porazik Ziele und Strategien für ein weiteres Wachstum.

Mit Spannung wurde der Stargast des Tages, Ex-Bundesarbeitsminister Walter Riester, erwartet. Das Forum war, wie im Video zu sehen, bis auf den letzten Platz gefüllt, schließlich muss sich das Produkt, das seinen Namen trägt, derzeit gegen alle möglichen Verunglimpfungen und Reformforderungen wehren. Die Linkspartei fordert als Ersatz eine sogenannte “solidarische Mindestrente” und Wissenschaftler wie der Rentenforscher Axel Börsch-Supan kritisieren im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital die “völlig intransparente Kostenstruktur”. Grund genug für den Ex-Minister, in den Ring zu steigen, um nicht nur für die Riester-Rente zu werben, sondern eigene Reformvorschläge zu unterbreiten:

Was braucht man wirklich, diese Frage stellt man sich auch bei der Vereinigten Post Versicherungen VPV? Einen Blick in den Maschinenraum des laufenden Maklergeschäfts vermittelt VPV-Vorstandsmitglied Torsten Poetz. Mit dem Neugeschäft und dem Zulauf ist man zufrieden und das Thema Digitalisierung wurde schon vor acht Jahren angefasst. “Die große Herausforderung ist, was brauchen wir wirklich, was hilft den Partner und dem Kunden”, so der Manager, denn nicht alles was digital tickt, ist Gold.

(vwh/ak)

Bild: Walter Riester (SPD) verteidigt sein Modell der privaten Altersvorsorge, die Riester-Rente. (Quelle: Alexander Kaspar)

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