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Restkreditversicherung mit unausgeschöpften Potenzialen

16.02.2017 – furtwaengler_bnpVon Mathias von Bredow. Eine gestern vorgestellte Studie der Handelshochschule Leipzig zu Markt und Entwicklung der Restkreditversicherung in Deutschland dokumentiert umfassende Befunde zu Markt und Perspektiven dieses Finanzierungsinstruments privater Haushalte. Der Fokus der Erhebung liegt auf repräsentativen Bewertungen aus Kundensicht.

Mehr als 50 Millionen Konsumentenkredite wurden seit 2010 in Deutschland neu abgeschlossen. Davon waren rund ein Viertel über eine RKV abgesichert. Dieses Absicherungsinstrument gehört seit Jahrzehnten zu den klassischen Finanzierungswegen privater Haushalte bei hochwertigen Anschaffungen und Investitionen. So tritt in der Forschungsstudie auch die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der RKV für Konjunktur und Finanzstabilität effektiv zu Tage.

Als einer der führenden Anbieter von Restkreditversicherungen und Versicherungspartner für Kreditinstitute, den Handel und die Konsumgüterindustrie hat BNP Paribas Cardif die Handelshochschule Leipzig (HHL Leipzig Graduate School of Management) die Studie initiiert. Die Ergebnisse zeigten deutlich, so David Furtwängler, Hauptbevollmächtigter BNP Paribas Deutschland, “dass der Großteil mit Beratung und zu mehr als 80 Prozent mit dem Leistungsprozess der RKV zufrieden ist”. Zwei Drittel der Befragten, die eine RKV abgeschlossen haben, gaben an, umfassend beraten worden zu sein.

Im Hinblick auf die kritischen Vorbehalte von Verbraucherinstitutionen, die unter anderem auch in einer parlamentarischen Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mündeten, resultieren aus den Ergebnisse nach Auffassung der Leipziger Studienautoren wichtige Impulse hinsichtlich der künftiger verbrauchernahen Ausrichtung des RKV-Geschäftsmodells. So geht die Bundesregierung laut Anfrage der Grünen davon aus, dass Zahl dieser Versicherungen in den vergangenen Jahren grundsätzlich rückläufig sei. Demnach zählte die Bundesregierung für das Jahr 2015 rund 5.000 eingetretene Versicherungsfälle. Die gesamte Versicherungssumme habe 31 Mio. Euro betragen, der durchschnittliche Schaden lag zwischen 6.000 und 8.000 Euro.

An Verbesserungen und Erwartungen nannten die Studienteilnehmer insbesondere eine flexiblere, individuellere Ausgestaltung sowie mehr Transparenz auch durch digitale Angebote. Erstaunlich ist, dass immerhin 44 Prozent der befragten Kreditsuchenden angeben, bei dem Kreditgespräch nicht von den RKV-Möglichkeiten der Absicherung gegen wirtschaftliche Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit oder -unfähigkeit informiert worden zu seien. Cardif-CEO Furtwängler sieht in diesen Bekundungen noch unausgeschöpfte, aktivierbare Kundenpotenziale. “Wir werden deshalb eine noch markt- und verbrauchergerechtere Ausrichtung der RKV in Richtung Transparenz, Digitalisierung und Individualisierung vorantreiben.”

Erst jüngst hatte der Bankenfachverband in Berlin eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) über Markt und Entwicklung der Restkreditversicherung vorgelegt.

Bild: David Furtwängler, Generalbevollmächtigter BNP Paribas Cardif Deutschland (Quelle: hkm)

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