Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

PKV mit leichten Sorgenfalten

08.08.2017 – Geld Arztrechnung Bernd Kasper_pixelio.deDie Private Krankenversicherung steht im Wahljahr 2017 mehr denn je im Fokus der politischen Debatte. Dabei lief das Geschäftsjahr 2016 für die PKV besser als gedacht, konstatiert die Rating-Agentur Assekurata in einem aktuellen Marktausblick. Sorgenkinder der privaten Krankenversicherer sind hingegen noch immer die steigenden Prämienbeiträge sowie die sinkende Zahl der privat Vollversicherten.

So konnten die Unternehmen im vergangenen Jahr den Bestandsabrieb in der Vollversicherung in den Vorjahren deutlich reduzieren, konstatiert die Rating-Agentur. Nach Angaben des PKV-Verbandes sank die Zahl der Vollversicherten verringerte gegenüber 2015 um 17.300 auf insgesamt 8,77 Millionen Personen. “Mit einem Rückgang um 0,2 Prozent hatte die Branche ein zufriedenstellendes Jahr hinter sich”, konstatiert Assekurata.

Problemkind der privaten Krankenversicherer dürften hingegen die spürbaren Beitragssteigerungen sein. Demnach haben sich die Bestandsbeiträge im Normalgeschäft zwischen 2007 und 2017 laut Assekruata im Durchschnitt um rund 53 Prozent erhöht. “Absolut gesehen liegt die GKV mit einem Beitragsanstieg von insgesamt 156 Euro jedoch rund 17 Euro über dem Assekurata-Durchschnitt”, heißt es in der Analyse.

Kundenzufriedenheit steigt

Dennoch spiegele sich die zuletzt positive Beitragsentwicklung zwischen 2013 und 2016 auch in der Kundenzufriedenheit der Versicherten wider, betont Assekurata. Demnach zeigten sich im vergangenen Jahr 71,2 Prozent der privat Vollversicherten mit der Beitragsentwicklung zufrieden. Im Jahr 2013 waren es noch 63,8 Prozent.

“Auch wenn die Zufriedenheit mit der Beitragsentwicklung aus unserer Sicht noch verbesserungswürdig ist – dies betrifft insbesondere die Nicht-Beihilfeversicherten in der Altersklasse 50 bis 69 – zeigen die Analysen im Ergebnis dennoch eine konstant hohe Kundenzufriedenheit”, kommentiert Gerhard Reichl, Fachkoordinator Krankenversicherung bei Assekurata und Autor der Studie. “So waren zuletzt 96,0 Prozent der Vollversicherten alles in allem betrachtet mit ihrem privaten Krankenversicherer zufrieden, sehr oder gar vollkommen zufrieden”.

Check24 baut Zentrum für Gesundheitsversicherungen an der Alster

Das Vergleichsportal Check24 – bislang eher bekannt für Vergleich von Kfz-Policen – will jedenfalls nun auch auf den Gesundheitszug aufspringen. Wo einst die traditionsreiche Hamburger Versicherung Volksfürsorge an der Außenalster residierte, will Check24 nun in einem Neubau sein Zentrum für Gesundheitsversicherungen etablieren, berichtet das Hamburger Abendblatt.

“Die Gesundheitsversicherungen sehen wir als großen Wachstumsbereich”, begründet Christine Prauschke, Geschäftsführerin bei Check24 und seit Frühjahr Standortleiterin in Hamburg, den Schritt in die Hansestadt. Auf drei Büroetagen mit insgesamt knapp 2.000 Qua­dratmetern sollen nach den Plänen von Check24 künftig bis zu 150 Mitarbeiter tätig sein. Aktuell seien es etwa 70.

“Hamburg wird das Zentrum für Versicherungsvergleiche aus dem Gesundheitsbereich. Hier wollen wir in den nächsten Jahren weiter wachsen”, wird Prauschke zitiert. Der Fokus soll dabei vor allem auf den privaten Zusatzversicherungen liegen. “Im Unterschied zu den Ratingagenturen beziehen wir in die Bewertung auch ein, wie schnell die Versicherer Policenanträge bearbeiten. Auch die Erfahrungen, die Kunden uns zurückspielen, fließen in die Bewertung ein”, ergänzt die Check24-Managerin. (vwh/td)

Bildquelle: Bernd Kaspar / PIXELIO (www.pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten