Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Narren unterschätzen das Unfallrisiko

22.02.2017 – Karneval__Elisabeth Patzal_pixelio.de.jpg - Windows-FotoanzeigeAlaaf und Helau – die närrische Jahreszeit startet an diesem Donnerstag mit dem Sturm der Rathäuser durch die weiblichen Närrinnen und Narrhalesen wieder die heiße Phase. Regeln und Konventionen sind an den närrischen Tagen weitgehend außer Kraft gesetzt sind – die Folge: eine wachsende Sorglosigkeit der Karnevalisten und Fastnachter.

Laut einer aktuellen Yougov-Umfrage im Auftrag der HDI erachten nur acht Prozent der Jecken das Risiko von Unfällen als “sehr hoch” bis “hoch”. “Unfallrisiken werden an Karneval auch deshalb so stark unterschätzt, weil Alkohol die Wahrnehmung trübt”, meint Henning Folkerts, Experte bei der HDI Versicherung AG. Das bestätige auch die Studie, so die HDI: Mehr als ein Drittel der befragten Karnevals-Fans gaben zu, an den tollen Tagen schon einmal betrunken mit dem Rad gefahren zu sein. Sechs Prozent von ihnen haben sich bei der Alkoholfahrt verletzt.

HDI bietet passend zur fünften Jahreszeit eine Kurzzeitversicherung für Karnevalisten an. Der sogenannte “Tolle-Tage-Schutz” die finanziellen Folgen von Unfällen absichern, die zum Beispiel im Straßenkarneval oder auf Sitzungen passieren. Der Schutz ist laut HDI online erhältlich und kostet 5,55 Euro für 24 Stunden oder 11,11 Euro für drei Tage. Der “Tolle-Tage-Schutz” lasse sich auch per Handy abschließen und endet automatisch. Unfälle, die unter Alkoholeinfluss geschehen, sollen übrigens ebenfalls vom “Tolle-Tage-Schutz” abgedeckt sein.

Etwas teuer hingegen ist naturgemäß die Absicherung eines Rosenmontagszuges. In Düsseldorf ist dies die Provinzial Rheinland. Die versichert – neben dem Zug selbst – auch das Prinzenfährt des Düsseldorfer Prinzenpaares. In diesem Jahr wird das Prinzenpaar mit einem geflügelten Löwen durch die Straßen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt chauffiert. Würde das Prinzenpaar beispielsweise ausrutschen, würde eine spezielle Police einspringen, welche das Komitee Düsseldorfer Carneval beim rheinischen Versicherer abgeschlossen hat.

Nicht versichert sind übrigens die Besucher bei Unfällen mit Kamelle. Wer die süßen Wurfgeschosse ins Auge bekommt, ist mehr oder weniger selbst schuld, denn “das Werfen von Bonbons gehört zum Karnevalszug dazu und muss erwartet werden”, heißt es beim Branchenverband GDV. (vwh/td)

Bildquelle: Elisabeth Patzal / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten