Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Munich Re, Allianz und Co. bieten Policen für Klimaopfer

21.11.2017 – Klima_mattnadoodle_pixelioDie Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) wollen künftig im Rahmen des “InsuResilience Solutions Fund” Entwicklungs- und Schwellenländer gegen Klimarisiken absichern. Im Rahmen der Weltklimakonferenz in Bonn wurden neue Details des Projekts vorgestellt.

Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit eines Ökosystems, nach einer Störung wieder zum Ausgangszustand zurückzukehren. So verfolgen die G20-Staaten mit dem InsuResilience-Projekt das Ziel, die Folgen von Naturkatastrophen für die betroffenen Menschen durch die von der Assekuranz entwickelten Risikotransferinstrumentarien zu unterstützen.

Dabei geht es vor allem darum, einen bereits offenkundigen Versicherungsbedarf künftig zu schließen. Die Motive der internationalen Geberländer liegen vermutlich in einer Mixtur von schlechtem Gewissen, der Furcht vor einer privatrechtlichen Haftung. Zudem wollen die Beteiligten damit auch eine klimabedingte Migration verhindern.

Die Leiterin der African Risk Capacity und frühere Finanministerin von Nigeria, Ngozi Okonjo-Iweala betonte, “von 1980 bis 2014 verursachte der Klimawechsel weltweit 4.000 Mrd. US-Dollar an wirtschaftlichen Schäden hervor. Traditionelle Unterstützungssysteme sind nicht in der Lage Katastrophen zu begegnen. Die Kosten gehen zulasten von anderen dringenden Staatsausgaben, etwa für Erziehung. Durch die Milderung der Folgen von Katastrophen verhindern wir auch die hiermit häufig zusammenhängenden bewaffneten Auseinandersetzungen von Bevölkerungsgruppen”.

Ziel der Initiative ist es demnach, 400 Millionen Menschen bis 2020 einen entsprechenden Versicherungsschutz zu ermöglichen. Damit sollen vor allem die Folgen von Naturkatatrophen sowie Agrar-Risiken abgemildert werden. In Indien wurde bereits das von GIZ unterstützte RIICE-Projekt gestartet, mit dem 38 Millionen Kleinfarmer abgesichert werden sollen.

In der Branche scheinen solche Lösungen zumindest recht gut anzukommen. “Eine stärkere Verbreitung von Versicherung könnte dazu beitragen, dass Menschen, Unternehmen und ganze Volkswirtschaften nach Katastrophen finanziell schneller auf die Beine kommen”, kommentierte jüngst Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender Munich Re, in einem Topics-Beitrag. Allerdings muss sich noch zeigen, ob Rückversicherer bereits sind, im kommenden Jahr auf einen Prämienaufschlag von 20 Prozent auf die Versicherungslösungen des Projektes zu verzichten. (cpt)

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Dezember-Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Bildquelle: mattnadoodle / PIXELIO (www.pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten