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Kompositversicherer müssen “Herren der Daten” werden

10.01.2018 – Daten_Sturm_PixelioUm auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Kompositversicherer die zunehmenen Datenmengen und die Methoden ihrer Analyse beherrschen können. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage von Adesso sowie den Versicherungsforen Leipzig unter 128 Branchenvertretern hervor. Dazu haben die Studienautoren die verschiedenen Megatrendswie Künstliche Intelligenz, Big Data oder Cybercrime genauer unter die Lupe genommen.

Die zentralen Ergebnisse der Umfrage wurden dabei in sechs verschiedenen Themenfeldern zusammengefasst: Produktentwicklung, Underwriting, Bestandsmanagement, Leistungsmanagement, Zentrale Bereiche / IT / Backoffice, sowie Vertrieb und Marketing. So erwarten die Befragten laut Studie mit Blick auf die zunehmend personenbezogene Datenverfügbarkeit mehr Flexibilität bei den Angeboten, um sich schneller an die individuellen Kundenbedürfnisse anzupassen.

Zudem werde der Cybermarkt zwar als neues Geschäftsfeld wahrgenommen, dennoch seien Kooperationen für die Kompositversicherer zukünftig von essentieller Bedeutung. Zukunftsentscheidend sei zudem auch eine klare Positionierung als All Service-Versicherer oder als reiner Risikoträger.

Beim Underwriting sollte zudem ein bereichsübergreifendes kundenzentriertes Denken entwickelt werden, welches die Produktentwicklung unterstützt und den Vertrieb fördert, heißt es in der Studie weiter. Dabei biete vor allem die wachsende Sharing Economy zukünftig entsprechende Einsatzmöglichkeiten von Versicherungslösungen, die derzeit noch nicht angeboten werden. Zudem würden objektbezogene und situative Versicherungen bislang noch kaum zum Einsatz kommen.

Auch das Bestandsmanagement spielt angesichts der digitalen Herausforderungen laut Studie künftig eine wesentliche Rolle: So werden ie Aktualisierung und Analyse bestehender Kundendaten sowie ihre Erweiterung künftig die wichtigste Aufgabe werden, konstatieren die Studienautoren. Damit ließen sich nicht Cross- und Up-Selling-Möglichkeiten aufdecken und die Kundenbindung forcieren. Ein zunehmender Automatisierungsgrad der Bestandspflege könnte zudem Preissenkungen ermöglichen, heißt es weiter.

Darüber hinaus konfrontiere die zunehmende Technologisierung das Schadenmanagement nicht nur mit neuen Risikobereichen und Haftungsfragen. Sie verschiebt auch bestehende Risikolagen und erlaubt, diesen präventiv vorzubeugen. Innerhalb des Schadenprozesses erfolgen Schadenbearbeitung und Betrugserkennung weitestgehend automatisiert, betonen die Studienautoren.

“Dass sich der Versicherungsmarkt ändert, ist mittlerweile allen Marktteilnehmern klar. Diese Veränderungen spüren auch die Kompositversicherer. Besonders wichtig scheinen dabei die Beherrschung der steigenden Datenmengen und Methoden zu deren Analyse zu werden. Ein weiterer Schlüssel für den Erfolg liegt in der Kooperation mit anderen Unternehmen, da Know-how aus Kosten- und Geschwindigkeitsgründen nicht in allen Bereichen aufgebaut und vorgehalten werden kann”, kommentiert Justus Lücke, Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)

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