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Kfz-Versicherer zwischen Preiskampf und Innovationslust

07.03.2017 – frederik_hesse_vhvVon Frederik Hesse. Die Digitalisierung, das vernetzte und autonome Fahrzeug, neue Mobilitätskonzepte, wie Car-Sharing, und eine alternde Gesellschaft: die Kfz-Versicherung steht vor zahlreichen Herausforderungen. Steht das erfolgreiche Geschäftsmodell am Scheideweg? Noch wächst der Markt für Kfz-Versicherungen. Wie lange sich diese Entwicklung angesichts der Herausforderungen fortschreibt, sei dahin gestellt.

Die älter werdende Gesellschaft stellt die Versicherer vor die Aufgaben neue Lösungskonzepte anzubieten. Neben den komplexer werdenden Tarifierungsansätze hat der demographische Wandel für die Versicherer auch positive Effekte: Mit dem steigenden Anteil älterer Fahrer steigt auch der Anteil einer besonders kaufkräftigen Klientel, die sich entsprechend hochwertige PKW leisten kann. Die heutigen “jungen Alten” bleiben im Vergleich zu früheren Generationen länger aktiv und wollen dabei natürlich auf Mobilität nicht verzichten.

Eine andere Entwicklung, die wir seit einigen Jahren aufmerksam beobachten, ist die wachsende Beliebtheit von Car-Sharing-Angeboten. Zurzeit hat sie am Individualverkehr einen relativ geringen Anteil und beschränkt sich auf die urbanen Milieus. Nichtsdestotrotz haben wir es mit mittel- bis langfristigen Marktveränderungen zu tun, die die Versicherer zu einem ständigen Optimierungsbedarf ihres klassischen Geschäftes zwingen.

Top-Thema Telematik und (teil-) autonomes Fahren

Auch wenn autonomes Fahren noch Zukunftsmusik ist, sind neue Technologien, die direkt oder indirekt der Sicherheit der Kunden dienen, für uns von Interesse. Die VHV ist am Puls der gesellschaftlichen Entwicklung und wertet neue Technologien regelmäßig aus, um die Zukunft des Geschäftsmodells Kfz-Versicherung aktiv zu gestalten und um das sichere Fahren zu optimieren.

Telematik und teilautonomen Fahren sind die Zukunftsthemen, die für uns bereits jetzt praktische Relevanz haben. Eine der spannenden Frage ist dabei die risikoadäquate Preisfestsetzung. Korreliert beispielweise die zunehmende Zahl an Fahrassistenzsystemen mit einer abnehmende Unfallhäufigkeit bzw. Schadenhöhe? Kann auch die Telematik-Technik, mit der wir seit knapp zweieinhalb Jahren auf dem Markt Erfahrungen sammeln, für ein Mehr an Verkehrssicherheit sorgen?

Die Telematik-Technik ist ein Wachstumssegment, in dem speziell auch die VHV ihre Innovationskraft unter Beweis gestellt hat. Mittels einer von uns selbst entwickelten Telematik-Box können sich Kunden mit guter Fahrweise hohe Rabatte, bis zu 30 Prozent, “erfahren”. Bei Pannen oder Unfällen ermöglicht die Telematik-Box zudem die sofortige Ortung und schnelle Hilfe.

Daneben profitieren Kunden von zahlreichen zusätzlichen Dienstleistungen, die wir auf Basis der Telematik-Technik zur Verfügung stellen können. Das ist z.B. ein Diebstahlschutz, ein Logbuch, oder auch ein Unwetterwarner. Ab April 2017 bieten wir die Telematik-Box unseren Kunden auch kostenfrei an. Die Akzeptanz der Technik kann durch den Kunden nur auf freiwilliger Basis erreicht werden kann. Deshalb haben wir es immer transparent gemacht, dass bei uns ein maximaler Datenschutz gewährleistet ist.

Das Beispiel Telematik-Technik, das weit über das klassische Segment einer Kfz-Versicherung hinausgeht, zeigt, dass sich das Geschäftsmodell der Versicherer weiterentwickeln wird. Unternehmen, die sich bereits frühzeitig mit den Zukunftsthemen auseinandersetzen und bereit sind, ihre tradierten Konzepte auf den Prüfstand zu stellen und sich neuen Technologien zu öffnen, werden die Treiber im Markt der Zukunft sein.

Bild: Frederik Hesse ist Leiter Kfz Privat bei den VHV Versicherungen (Quelle: VHV)

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