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Insurtech-Investments kratzen an Milliarde-Dollar-Marke

18.08.2017 – Pfeile nach oben_fotoART by Thommy Weiss_pixelio.deDas nennt man wohl Vertrauensvorschuss. Die Investitionen in Start-ups aus der Versicherungsbranche sind im zweiten Quartal 2017 weltweit um 248 Prozent auf 985 Mio. US-Dollar gestiegen. Das ist ein Ergebnis des Insurtech Briefings des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson (WTW). Versicherer und Insurtechs versuchen derzeit zudem laut WTW, das Schadenmanagement zu verbessern.

Die 985 Mio. US-Dollar wurden mit dem Rekordwert von 64 Transaktionen erzielt – im vergangenen Quartal waren es 38 Transaktionen. Sechs Prozent dieser Investitionen, rund 59 Mio. US-Dollar, erfolgten hierzulande und in die Insurtechs Control Expert, bi:sure, Getsurance und Ottonova. Die Branche wandelt sich, aber wie sehr? “Ob es aber tatsächlich zur Disruption des Marktes kommt, kann man nicht pauschal sagen”, erklärt Carsten Hoffmann, Direktor und verantwortlich für Digitalisierungsthemen bei WTW. Er ergänzt: “Eher ist es so, dass einzelne Anbieter verschiedene Chancen entlang der Wertschöpfungskette eines Versicherers eröffnen. Es kommt darauf an, wie intelligent und passend jeder Marktteilnehmer diese Technologien – im Vergleich zum Wettbewerb – für sich nutzt.”

Versicherer und Insurtechs arbeiten an einem Problem

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung ist, dass sowohl Insurtechs als auch traditionelle Versicherer an intelligenteren Schadensmanagement-Prozessen arbeiten. Immer wichtiger wird der Einsatz digitaler Technik: “Dabei ist es unwesentlich, ob diese Technologien von jungen Insurtechs oder von den Versicherern selbst entwickelt werden”, sagt Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung von WTW in Deutschland.

Die Unternehmen sollten sich laut WTW von den Faktoren Zahlung und Kostenkontrolle lösen und Modelle schaffen, die auf Schadensminderung und Risikomanagement setzen. “Wenn wir die Gelegenheit haben, mit einem Versicherer über Schadensmanagement zu sprechen, erhalten wir den besten Einblick, um das Thema Risikominimierung anzugehen. Darin liegt der Kern für die Entwicklung einer kundenfokussierten Wertschöpfungskette”, sagt Carsten Hoffmann. Nach seiner Ansicht wird das Schadensmanagement noch wichtiger werden: “Wenn es Versicherern gelingt, mit technologischer Unterstützung im Schadensmanagement anzusetzen, liegt darin sehr viel Differenzierungspotenzial.” (vwh/mv)

Bildquelle: fotoART by Thommy Weiss / PIXELIO / www.pixelio.de

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