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IFRS 17: Keine Zeit für große Ängste

17.08.2017 – 318617_web_R_by_berwis_pixelio.deVersicherer haben keinen Grund zur Angst vor IFRS 17. Davon sind Rolf Meyer und Markus Enk fest überzeugt. Nach Meinung der Bearing-Point-Experten seien die Unternehmen zum Start der Implementierung generell bereit, doch gibt es durchaus noch wichtige fachliche und prozessuale Umsetzungsfragen zu beantworten und Technologieentscheidungen zu treffen.

“Nach fast 20 Jahren teils sehr kontroverser Diskussion zu einem spezifischen Standard für die Abbildung von Versicherungsverträgen ist zu mindestens nun hinsichtlich der IFRS17 Umsetzung ein eher abgeklärtes Meinungsbild bei den Versicherungsunternehmen festzustellen”, erklärt Rolf Meyer, Partner Finance & Regulatory Versicherungen bei BearingPoint.

“Dies mag über die Bedeutung der Neuerung für die Darstellung in Bilanz, GuV und Anhang sowie weitereichenden Anpassungen in IT-Landschaft hinwegtäuschen. Unternehmen müssen aber weiterhin hohen Hürden für eine erfolgreiche IFRS 17 Implementierung überspringen.“

Nach Erfahrungen von Bearing Point haben die Versicherer einen guten Startpunkt für die IFRS 17 Implementierung gefunden. Allerdings sollten weitergehende Überlegungen nicht – wie unter Solvency II geschehen – zu lange bei der Umschreibung und Deutung des Standards verharren.

Die neuen Anforderungen indes werden von den Unternehmen als greifbar und machbar betrachtet. Gleichzeitig erkennen die Befragten, dass es mit IFRS 17 noch stärker als in der Vergangenheit um ein Zusammenspiel  der Beteiligten, vor allem ein enges Zusammenrücken von Rechnungswesen und Aktuariat,  gehen wird.

Die Aussage, dass der Umsetzungsaufwand bei IFRS 17 größer als Solvency II werde, bestätigt Bearing Point nicht. Während bei Solvency II Projekte bis zum Vermittler wirkten, werden nun die Bereiche der Finanzbuchhaltung durch IFRS 17 regelmäßig stärker betroffen sein als unter Solvency II.

Der Gesamtaufwand werde als sehr groß angesehen. Sowohl Top-down Schätzungen als auch Bottom-up Rechnungen sehen in großen Häusern ein fünfstelliges Volumen an Personentagen über die Projektlaufzeit.

Dazu komme ein erheblicher Betrag an zusätzlichen IT-Kosten. Vor diesem Hintergrund wird die IFRS17 Umsetzung in allen Häusern als Großprojekt für die nächsten Jahre geplant und ein Großteil der vorhandenen Projektbudgets darauf allokiert. (vwh/mst)

Bildquelle: berwis / PIXELIO (www.pixelio.de)

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