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IBM-Studie: Klassische Versicherung als Auslaufmodell?

23.03.2017 – Internet of Things_Roborter_IBMFast 80 Prozent der Manager im Versicherungsbereich glauben an die Veränderung ihres Geschäfts mittels Technologie, 71 Prozent der Versicherer nutzen bereits Cognitive Technologies. Das sind die Ergebnisse der Studie “Insurance 2025 – Reducing risk in an uncertain future” von IBM. Der Computergigant zeigt, wie die Welt – nicht nur die Versicherungswelt – bald aussehen wird und wie Versicherer darauf reagieren sollten.

IBM hat sich mit “cognitive computing” und “systems decentralization” beschäftigt und zeigt in seiner Studie anhand von vier Szenarien – swarm economy, central intelligence, internet of everything und survival of the fastest –, die Möglichkeiten und Risiken auf. VWheute hat den Verantwortlichen der Studie Christian Bieck um eine Einordnung der Ergebnisse gebeten: “Die neue Versicherungsstudie des IBM Institute for Business Value, ‘Insurance 2025 – Reducing risk in an uncertain future’ wirft einen Blick auf die Versicherungswelt im Jahre 2025. Wir gehen davon aus, dass zwei Technologien – Cognitive und Edge Computing – massiven Einfluss quer über alle Branchen haben werden. Aus der potentiellen Verbreitung dieser Technologien ergeben sich vier Szenarien, von denen jedes eigene Implikationen für Versicherer hat, und spezifische Herausforderungen stellt.”

Wie sich die Versicherer verhalten sollten und warum Schwarmintelligenz künftig so wichtig wird, erläutert Bieck ebenfalls: “Welche Zukunft sollten Versicherer anstreben? Den breitesten Profit bietet das (vergleichsweise) low-tech Szenario Überleben der Schnellsten – aber eben nur für die Versicherer, die als schnellste in die oben erwähnten innovativen Technologien investieren. Dieser Wettlauf könnte daraufhin zur Schwarmökonomie führen, eine Zukunft, in der Versicherung im klassischen Sinne immer weniger gebraucht wird – da intelligente System in der Breite Risiken bereits minimieren können, bevor sie entstehen.”

Ein Beispiel für “swarm economy” (Schwarmökonomie) wäre ein Smart Home. In einem solchen Haushalt sind viele Geräte vernetzt und kommunizieren miteinander. Ein Beispiel: In einem vollautomatischen Heim erkennen die Maschinen gemeinsam anhand verschiedenster Parameter, wann die Hausherrin nach Hause kommt und gerne essen möchte. Der Inhalt des Kühlschranks wird analysiert und das Nötige bereitgestellt, fehlendes wird geordert. Ein Smart-Home-System könnte auch viele Fehler Gefahren im Haushalt erkennen, beispielsweise Kabelbrand, und rechtzeitig eingreifen. Das hätte natürlich Auswirkungen auf den Versicherungsschutz.

Die Rolle des Versicherers würde sich in der “swarm economy” drastisch verändern: Die Produkte würden nicht mehr flächendeckend absichern, sondern zu gebündelten Servicepaketen mit dem Fokus auf örtliche und schnelle Reparatur transformieren. Die Versicherungsangebote würden schrittweise zu Vor-Ort-Helfern werden, wie es die Allianz oder Wertgrund bereits auf einem nicht digitalen Weg tun.

Die anderen Szenarien finden Sie in der Studie “Insurance 2025″, die sie HIER einsehen können.

Um der komplexen Thematik gerecht zu werden, hat VWheute mit Christian Bieck für den April ein ausführliches Interview vereinbart. (vwh/mv)

Bild: Ein von IBM-Software gesteuerter Roboter im Internet of things (Quelle: IBM)

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