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HDI haftet für US-Chemiefabrik im zerstörten Texas

04.09.2017 – HDI in Koeln_Quelle HDI Thomas BachDer Industrieversicherer HDI haftet für die Schäden an der US-Chemiefabrik, die in Texas infolge der Überschwemmungen nach Hurrikan “Harvey” explodiert ist. “Wir haben als führender Versicherer das internationale Geschäft des Chemiekonzerns Arkema abgesichert”, bestätigte ein Unternehmenssprecher dem Handelsblatt. Details wollte der Versicherer aber nicht nennen.

Demnach werde der Versicherungsschutz für die internationalen Werke der französischen Betreiberfirma Arkema von einem Konsortium getragen, dessen Führung allerdings die HDI innehat, berichtet das Blatt weiter. Auch wenn der genaue Schaden bislang nicht beziffert werden kann, könnte dies für die Talanx-Tochter einen spürbaren finanziellen Rückschlag bedeuten.

Das Feuer war Medienberichten zufolge bereits am Donnerstagmorgen in einem Container ausgebrochen. Nach Behördenangaben handelte es sich dabei um organisches Peroxid, mit dem unter anderem Medikamente und Baumaterialien hergestellt werden. Laut einem Bericht des Tagesspiegel mussten zwar mehrere Polizisten wegen Atemwegsreizungen vorübergehend in einem Krankenhaus behandelt. Gesundheitliche Auswirkungen auf die Bevölkerung gebe es bislang jedoch nicht. Zudem wurde eine Sicherheitszone von rund 2,5 Kilometern um die Anlage gezogen.

Parallelen zu Tianjin

Für die Talanx-Tochter ist der Fabrikbrand in Texas nicht der erste große Einzelschaden in der Geschichte. Bereits die verheerende Explosion 2015 mit 173 Toten in der nordchinesischen Hafenstadt Tianjin kostete die HDI insgesamt 154 Mio. Euro. Gleichzeitig wird es durch die Zunahme von Großschäden für ganze Branchen zunehmend schwieriger, sich zu versichern, glaubt Thomas Olaynig, stellvertretender Market Officer beim Industrieversicherungsmakler Marsh.

Nach derzeitigen Schätzungen könnte “Harvey” jedenfalls zu einer der teuersten Naturkatastrophen in den USA werden. So schätzt der US-Finanzdienstleister Moody’s den wirtschaftlichen Schaden zwischen 51 und 75 Mrd. US-Dollar. Allein die Schäden in der texanischen Hauptstadt Houston liegen laut Greater Houston Partnership und Moody’s Analytics bei rund 50 Mrd. Dollar. Die US-amerikanische Großbank JP Morgan rechnet gar mit einem wirtschaftlichen Schaden von über 125 Mrd. US-Dollar. (vwh/td)

Bildquelle: HDI / Thomas Bach

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