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Häuslebauer setzen auf Sicherheit

28.04.2017 – Haus im Bau_by_Heike Hering_pixelio.deDie niedrigen Zinsen sind des einen Leid, aber auch des anderen Freud. Gerade beim Hauskauf setzen die Kunden derzeit auf die niedrigen Zinsen, so die Allianz Baufinanzierung. So verzeichnete der Baufinanzierer allein im Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen von 4,1 Mrd. Euro. Dies entsprach einem Plus von 300 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Auch die Zahl der neu abgeschlossenen Darlehensverträge stieg auf 13.000 (2015: 11.300).

Zudem setze sich der Trend, langfristig zu finanzieren, auch zu Beginn des Jahres 2017 fort, heißt es bei der Allianz. “Die Zinsen für eine Immobilienfinanzierung sind immer noch niedrig, auch wenn sie wohl nicht mehr das extrem niedrige Niveau von 2016 erreichen werden”, sagt Stefan Kohler, Leiter der Allianz Baufinanzierung.

Demnach setzen die Häuslebauer nach Angaben der Allianz verstärkt auf Volltilgerdarlehen. “Kunden wollen Planungssicherheit und zwar zunehmend für die gesamte Finanzierungsdauer”, ergänzt Kohler. Nicht ohne Grund hätten deshalb 40 Prozent der Neukunden der Allianz Baufinanzierung vergangenes Jahr auf Volltilgerdarlehen gesetzt. Zudem entschieden sich 51 Prozent der Finanzierungskunden für Laufzeiten zwischen 20 und 40 Jahren.

Kunden fragen verstärkt nach Hausratversicherungen

Doch nicht nur bei der Baufinanzierung scheinen die Hausbesitzer in Deutschland auf Sicherheit zu setzen, auch bei der Absicherung von Hab und Gut. Nach Angaben des Vergleichsportals Check24 sichern die Verbraucher in den Bundesländern Bremen, Hamburg und Berlin ihren Hausrat überdurchschnittlich häufig mit einer Versicherung ab.

“Im Zuge eines gestiegenen Sicherheitsbedürfnisses in Einbruchshochburgen schließen dort immer mehr Kunden eine Hausratversicherung ab”, sagt Benjamin Brook, Geschäftsführer im Bereich Hausratversicherungen bei Check24.de. Auch in Deutschlands Großstädten sei die Affinität zum Abschluss einer Hausratpolice besonders hoch. Demnach versicherten die Verbraucher in allen 15 deutschen Großstädten ihren Hausrat überdurchschnittlich häufig, so die Experten von Check24. Ausnahmen bilden hier nur Stuttgart und Nürnberg.

GDV und Behörden verzeichnen weniger Wohnungseinbrüche

Dabei spielen die rückläufigen Einbruchzahlen wohl keine große Rolle bei der Absicherung des eigenen Mobiliars. So verzeichnete allein die polizeiliche Kriminalstatistik im Jahr 2016 insgesamt 151.267 Wohnungseinbrüche. Dies entspricht einem Rückgang von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 167.137 Fallzahlen. Besonders die intensivere Strafverfolgung, eine engere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene, sowie der Ausbau präventiver Maßnahmen – darunter die finanzielle Förderung des Einbaus von Sicherungstechnik – hätten nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu dieser Entwicklung geführt.

Auch der Branchenverband GDV verzeichnete in seinem jüngst vorgestellten Einbruchreport erstmals einen Rückgang der Wohnungseinbrüche auf 140.000 – Kostenfaktor für die Hausratversicherer in 2016: 470 Mio. Euro.

Das persönliche Risiko hingegen werde häufig unterschätzt. Fast die Hälfte der Befragten sei davon überzeugt, nicht interessant für Einbrecher zu sein. “Dieser Verdrängungsmechanismus ist so alt wie gefährlich: Es passiert anderen, aber nicht mir. Ein fataler Fehler, denn jeder kann Opfer eines Einbruchs werden”, warnte GDV-Präsident Alexander Erdland. Im Durchschnitt kostet ein Einbruch 3.250 Euro. (vwh/td)

Bildquelle: Heike Hering / PIXELIO (Quelle: www.pixelio.de)

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