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Gesundheit ist App-Sache

05.03.2018 – Fitness_Sport_Kraft_Frau-Training_by_Tim Reckmann_pixelio.deGesundheits-Apps, angeboten von privaten und gesetzlichen Krankenversicherern, sind auf dem Vormarsch. Der Trend in einer digitalisierten Welt geht vor allem dahin, junge gesundheitsbewusste Menschen auf den Fitness-Trip mitzunehmen, gerade mit Apps. Einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist das Start-up-Unternehmen Magnum Est Digital Health GmbH.

Gründer und Geschäftsführer Magnus Kobel zeigte sich vor den 150 Experten aus der Versicherungsbranche davon überzeugt, dass die Digitalisierung auch neue Chancen für ein Mehr an Gesundheit bringen werde. Er setzt mit der Gesundheits-App YAS, die im ersten Schritt als Schrittzähler fungiert, auf eine spielerische und kreative Lösung. “Wir glauben daran, dass fit und gesundwerden und -bleiben einfach und effizient sein und vor allem Spaß machen sollte”, lautet sein Credo. Kobel ist sicher, dass die Belohnung mit Punkten für das Erreichen einer bestimmten Leistung, zu gesundheitsbewusstem Verhalten motiviere. Nach Erreichen einer bestimmten Schrittzahl gibt es Gutscheine, Prämien oder Rabatte bei einer Vielzahl an Partnern. Sein Unternehmen plant bereits die nächsten Schritte und beschäftigt sich mit den Themen Achtsamkeit, Ernährung und Vorsorge.

Ein Konsortium um die Deutsche Rück finanziert YAS mit insgesamt rund zwei Mio. Euro. Die Deutsche Rück beteiligt sich als Lead Investor mit rund 1,5 Mio. Euro. Durch die Investition soll die Entwicklung einer Premiumversion der App für den B2B-Bereich ermöglicht werden. Die YAS-App wird den Versicherungsunternehmen als sogenanntes White Label-Produkt angeboten. Jede Kasse kann diese in die eigenen Vorsorge-Maßnahmen integrieren und den Mitgliedern anbieten. Dem Versicherungsfachmann und IT-Spezialisten Kobel ist es wichtig, dass an die Unternehmen keine persönlichen, sondern nur modifizierte Daten weitergegeben werden. Anders als das Vitality-Programm der Generali ist YAS nicht an ein einzelnes Unternehmen gebunden. In einem weiteren Schritt sollen mit Hilfe der Datenauswertung Versicherungsangebote, zum Beispiel für die Absicherung der Berufsunfähigkeit, möglich werden. Jeder beteiligte Versicherer kann seine eigene Prämiengestaltung sowie individuellen Services einbringen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Rück hat Kobel ein erstes Produktkonzept für die Lebensversicherung in der Mache.

Digitales Marketing erforderlich

Mit zwei großen gesetzlichen Krankenkassen ist die Nutzung eines digitalen Tools für die Teilnahme der Mitglieder an Präventivmaßnahmen bereits in Vorbereitung. Ebenso ist eine besondere White-Label-Lösung für einen privaten Krankenversicherer in Planung. Hans-Georg Häusel, Sachbuch-Autor über Neuromarketing, ist davon überzeugt, dass die digitale Welt das vom Hirn gesteuerte Belohnungssystem der Menschen fördert. Voraussetzung sei aber, dass übersichtlich gestaltete Websites den Kunden zum emotionalen, positiven Einkauf einladen. Das seien Ergebnisse aus der Hirnforschung, weiß der Diplom-Psychologe. Die Kaufbereitschaft steige, je einfacher die Darstellung im Internet sei. Dazu gehöre auch eine Übersicht, über welche Kanäle Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen werden kann sowie die persönliche Kontrolle über den Weg vom Bestellen bis zur Lieferung und Bezahlung der gekauften Gegenstände. Demgegenüber gibt Häusel zu erkennen, dass immer noch rund 50 Prozent der Bevölkerung Angst vor der digitalen Welt hat. Für besonders wichtig hält es der Experte für digitales Marketing, Angebote im Internet eindeutig auf Zielgruppen auszurichten. Nur das bringe durchschlagenden Erfolg.

Der Trend zur Fitness-App war auch ein Thema auf dem “Health Executives Days” in Hamburg, veranstaltet vom Kölner Softwarehaus Adesso, dem VWheute-SCHLAGLICHT vom Freitag. (wo)

Bild: Fitness (Quelle: Tim Reckmann / www.pixelio.de / PIXELIO)

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