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Geldanlage: Bundesbürger setzen weiter aus Sicherheit

20.02.2017 – Sparen_Claudia Hautumm_pixelioKlassische Anlageformen wie Sparbuch oder Lebensversicherung erfreuen sich bei den Bundesbürgern weiterhin hoher Beliebtheit. Laut aktueller Anlegerstudie 2017 der Gothaer ist für 52 Prozent der Bundesbürger die Sicherheit nach wie vor das entscheidende Kriterium bei der Geldanlage. 32 Prozent bevorzugen hingegen mehr Flexibilität, neun Prozent der Befragten setzen hingegen auf eine hohe Rendite.

Trotz niedriger Zinsen setzen weiterhin 45 Prozent der Bundesbürger auf das klassische Sparbuch. 30 Prozent schwören weiterhin auf Bausparverträge und bei 29 Prozent der Befragten erfreut sich die Lebensversicherung immer noch großer Beliebtheit. Allerdings sind die Umfragewerte laut Gothaer im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Demnach setzten Anfang 2016 noch 48 Prozent der Bundesbürger auf das Sparbuch. Jeweils 17 Prozent der Befragten investieren derzeit in Fonds oder Aktien. 16 Prozent der Deutschen legen aktuell gar kein Geld an.

Gefragt nach Anlageformen mit höherer Renditeerwartung setzen 28 Prozent der Deutschen auf Aktien und Fonds. 25 Prozent der befragten Bundesbürger erachten auch Immobilienanlagen als besonders renditestark. 42 Prozent der Befragten konnten jedoch keine renditeträchtige Alternative benennen.

Zunehmende Kritik an EZB-Geldpolitik

Demnach wird auch die Kritik der Anleger an der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) immer lauter, heißt es in der Studie weiter. So halten 56 Prozent der Befragten diese Strategie für ein untaugliches Mittel, um den Problemen im Euro-Raum zu begegnen. 2016 waren es noch zehn Prozentpunkte weniger. Die Zustimmung zur aktuellen Geldpolitik der europäischen Notenbank ist laut Gothaer zudem auf 34 Prozent gesunken. 2016 haben noch 43 Prozent der Deutschen diesen Kurs befürwortet.

“Die Deutschen sind offensichtlich durch die anhaltende Krise verunsichert und suchen bei der Geldanlage vor allem Sicherheit. Doch ist ihnen durchaus bewusst, dass sie nur geringe Renditen oder inflationsbereinigt sogar negative Zinsen erwarten können. Daher wird die Unzufriedenheit der Privatanleger mit der Niedrigzinspolitik der EZB immer größer”, kommentiert Christof Kessler, Vorstandssprecher der Gothaer Asset Management AG (GoAM).

Deutsche setzen auf Diversifikation

Darüber hinaus kommt die Anlegerstudie zu dem Ergebnis, dass die Deutschen beim Thema immer stärker auf Diversifikation setzen. Demnach gaben 42 Prozent der Bundesbürger an, mittlerweile in zwei bis drei Fonds investieren. Vor einem Jahr waren es noch 40 Prozent. Gar 19 Prozent der Befragten investieren aktuell in vier oder fünf Depots. 2016 waren es zum Vergleich noch 14 Prozent.

“Dieses Ergebnis zeigt, dass viele Anleger die Bedeutung der Diversifizierung erkannt haben und Chancen und Risiken breiter streuen. In der Niedrigzinsphase können gerade Mischfonds die Schwankungen des Börsenmarktes über eine breite Diversifikation ausgleichen, ohne auf Rendite zu verzichten. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sich durch ihre vielen Standbeine an das wechselhafte Marktgeschehen erheblich besser anpassen können als reine Aktienfonds – durch die Streuung sinkt das Risiko”, erläutert Kessler. (vwh/td)

Bildquelle: Claudia Hautumm / pixelio.de

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