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Versicherer leiden unter Gasangriffen auf Geldautomaten

20.03.2017 – Geldautomat_micnae1965_pixelio.deImmer mehr Bankautomaten werden mittels Gas gesprengt, um den Inhalt zu rauben. Die Zahl hat sich von 2015 (157 Fälle) zum Jahr 2016 bereits verdoppelt und auch in diesem Jahr wird wieder mit einem Anstieg gerechnet. Die Banken und deren Versicherer werden zunehmend nervös. VWheute hat beim Versicherer Provinzial nachgefragt, was getan werden kann.

Das Phänomen des Sprengens mittels Gas ist nicht neu, auf europäischer Ebene stiegen die Angriffe bereits in der ersten Hälfte des Vorjahres um stolze 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – neuere Zahlen liegen noch nicht vor. In Deutschland sind die am meisten betroffenen Regionen dieser Art des Geldraubs Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. In Deutschland gibt es bereits ungefähr 60.000 der automatisierten Geldmaschinen, in Europa etwa eine halbe Million. Viele Ziele für gasaffine Verbrecher.

Wie gefährlich ein Gasangriff auf die Geldautomaten für Unbeteiligte sein kann, ist leicht vorstellbar, schließlich befinden sich die Maschinen meist in bewohnten Gegenden. Welche Kräfte allerdings wirklich wirken, zeigt dieses Video von SPON aus dem Jahr 2013. Kein Wunder, dass Banken und Versicherer solche Angriffe verhindern oder möglichst erschweren wollen.

Die Banken reagieren auf die zunehmende Bedrohungslage mit Technik: Sicherere Safes, gasgesicherte Geldautomaten oder die Einfärbung des Gelds bei unüblichen Druckverhältnissen im inneren der Maschinen sind die Gegenmaßnahmen. Doch was sagen die Versicherer zum Thema, schließlich müssen sie für die Schäden aufkommen:

“Die Situation stellt sich im Grundsatz unverändert gegenüber 2016 dar. Allein bei den Provinzial versicherten Instituten gab es 2016 24 Sprengungen, dies stellt eine leichte Steigerung gegenüber den 21 Sprengungen aus 2015 dar. Dies zeigt, dass die Täterkreise weiterhin leider sehr aktiv sind. Allerdings wird deutlich, dass durch die schon durchgeführten Präventionsmaßnahmen Täter bei den Versuchen abgeschreckt werden konnten oder es nicht gelungen ist, an das Bargeld zu kommen. Durch weitere Investitionen in Sicherungsmaßnahmen werden wir gemeinsam mit den Instituten weiter an der Schadenverhütung arbeiten”, sagt Rainer Schlenzok, Bereichsleiter Individualgeschäft bei der Provinzial Rheinland. (vwh/mv)

Bild: Geldautomat (Quelle: micnae1965 / PIXELIO / www.pixelio.de)

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