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Freelancer sind nicht ausreichend auf Rente vorbereitet

28.03.2017 – Rente_Fotolia_102923085In Deutschland gibt es immer mehr Freiberufler und Selbstständige. Laut einer Studie des niederländischen Versicherers Aegon sei die Anzahl der Freelancer in den vergangenen zwanzig Jahren in Deutschland um mehr als 40 Prozent gestiegen. Dennoch könnten sie selbst finanziell nicht ausreichend auf den Ruhestand vorbereitet und könnten die Absicherung über soziale Sicherungssysteme nicht leisten.

Demnach glauben nur 20 Prozent der befragten Freelancer in Deutschland, im Ruhestand komfortabel leben zu können. Damit liege die Bundesrepublik unter dem internationalen Schnitt von 26 Prozent. Gleichzeitig geht über die Hälfte der Befragten davon aus, zum Zeitpunkt des Renteneintrittes älter als 65 zu sein. Ein Teil rechnet sogar damit, niemals in den Ruhestand zu treten.

Im weltweiten Durchschnitt fühlen sich laut Umfrage des niederländischen Versicherers 75 Prozent der Selbständigen für die finanzielle Absicherung ihres Ruhestands verantwortlich. In Deutschland sind es im Vergleich sogar 82 Prozent. Gleichzeitig bezeichnen sich weltweit nur 34 Prozent der Befragten als Gewohnheitssparer, unter den Einzelunternehmern sind es sogar nur 29 Prozent. In Deutschland beläuft sich der Wert auf 40 Prozent.

Ähnliche Sorgen mit Blick auf ihre Altersversorgung hat in Deutschland auch die Generation der 40- bis 55-Jährigen. Laut einer aktuellen Prognos-Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) glauben 26 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe, im Alter große Probleme zu haben. In mindestens zwei der drei zentralen Lebensbereiche Gesundheit, Finanzen und soziale Kontakte sehen sie pessimistisch in die Zukunft. Nur 18 Prozent der “Rentner von Morgen” sehen ihre Altersvorsorge hingegen positiv, so die Studie.

“Mit Blick auf ihre Zukunftserwartungen leben die Menschen teilweise in ganz unterschiedlichen Welten”, glaubt Silke Borgstedt, Direktorin Sozialforschung am Sinus-Institut. “Die Menschen, die heute wenig körperlich aktiv sind, machen sich Sorgen um ihre Gesundheit von morgen. Und wer nicht spart oder sparen kann, der fürchtet um seine finanzielle Sicherheit in der Rente”, ergänzt die Expertin. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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