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Finanzdienstleister machen sich künstlich schlau

05.05.2017 – プリントIn Deutschland setzt mittlerweile jede zweite Bank oder Versicherung künstliche Intelligenz ein, um ihre Kunden besser zu verstehen und passende Leistungen zu entwickeln. Zudem lassen 24 Prozent der befragten Finanzdienstleister auf Knowledge Management Software, um große unstrukturierte Datenmengen zu analysieren. Jedes fünfte Unternehmen sammelt außerdem Erfahrungen mit digitalen Assistenten.

Laut einer aktuellen Umfrage des IT-Unternehmens Sopra Steria Consulting betonen Finanzdienstleister stärker als andere Branchen, mithilfe künstlicher Intelligenz vorrangig die Leistung für Kunden verbessern zu wollen. Ein Ziel sei es zum Beispiel, mit einer besseren Datenauswertung Produkte auf einzelne Kunden zuzuschneiden und die Ansprache zu verfeinern.

35 Prozent der befragten Finanzdienstleister wollen das Kundenerlebnis im Austausch mit den Unternehmen positiver gestalten. Für 26 Prozent der Banken und Versicherer gehört laut Umfrage kognitiven Systemen die Zukunft. Gleichzeitig wollen 26 Prozent der Banken, Versicherer und anderen Finanzinstitute so Kosten sparen und Mitarbeiter von geistiger Fließbandarbeit befreien, indem sie heute bereits Softwareroboter Zahlenkolonnen abarbeiten und Excel-Tabellen füllen lassen.

“Den richtigen Vertriebsimpuls erkennen

Ihre Investitionen in künstliche Intelligenz will die Branche in den kommenden Jahren noch weiter ausbauen. 45 Prozent der befragten Entscheider von Finanzdienstleistern sehen darin ein großes Potenzial, mit digitalen Assistenten Kundenservice und Vertrieb zu verbessern und Beratung für die Masse anzubieten. “Ein großes Ziel der Finanzdienstleister ist, den passenden Vertriebsimpuls zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Dafür werden künftig selbstlernende Recommendation Engines sorgen”, erläutert Simon Oberle, Bankenexperte und Leiter der DigiLabs von Sopra Steria Consulting in Berlin und Frankfurt.

“Cognitive Computing ist das fehlende Bindeglied, um die Bedeutung unstrukturierter Informationen zu verstehen und im richtigen Kontext anzuwenden”, ergänzt Martin Stolberg, KI-Experte von Sopra Steria Consulting. Denkbar sind etwa Auswertungen von Stimmungsbildern in sozialen Netzwerken wie Twitter: “Banken können so zum Beispiel im Vorfeld von Konditionsänderungen austesten, wie Kunden reagieren könnten und ihre Maßnahmen sowie die Kommunikation darauf abstimmen”, betont der Experte.

Damit bestätigen die Fachleute von Sopra Steria einen entsprechenden Trend bei Investitionen in neue Technologien. Bereits Ende Januar 2017 kam eine Umfrage des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson zu dem Ergebnis, dass die Versicherer in den kommenden drei Jahren mit einem oder mehreren Zukäufen in digitalen Technologien rechnen. Laut Umfrage planen 49 Prozent der befragten Unternehmen mindestens eine Akquisition. 14 Prozent gehen sogar von mehr als einer Investition aus. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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