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Finanzbranche profitiert vom Brexit

24.01.2017 – frankfurt_skyline_pixelioDie deutschen Finanzdienstleister befinden sich derzeit in einer guten Verfassung. Demnach stieg der CFS-Index im letzten Quartal 2016 mit 114,3 Punkten (plus 3,7) auf den höchsten Wert seit knapp zwei Jahren. Die Gründe sehen die Experten vor allem an den gestiegenen Umsätzen und Erträgen der Dienstleister am Finanzplatz Deutschland.

Gefragt nach Umsätzen und Geschäftsvolumen, stieg der entsprechende Sub-Index laut CFS bei den Finanzinstituten zum Jahresende 2016 auf 113,0 Punkte (plus 3,4). Den größten Anstieg verzeichneten jedoch die Dienstleister mit einem Anstieg um 11,3 auf 130,6 Punkte.

Entsprechend positiv wirkte sich die Geschäftsentwicklung lediglich auf die Erträge der Finanzdienstleister aus. Hier stieg der Sub-Index laut CFS auf 123,4 Punkte (plus 8,1). Bei den Finanzinstituten verzeichneten die Studienautoren hingegen nur einen leichten Anstieg von 0,5 auf 104,5 Punkte. Einen neuen Höchststand verzeichnete das CFS hingegen bei den Investitionen. Stieg der Sub-Index bei den Dienstleistern um 5,8 auf 117,9 Punkte, verzeichneten die Experten bei den untersuchten Banken sogar einen Anstieg von 6,0 auf 116,1 Punkte.

Einen ähnlichen Trend verzeichneten die Experten des Center for Financial Studies auch bei den Finanzinstituten. Gleichzeitig haben auch die Investitionen in der Finanzbranche laut Index einen neuen Höchststand erreicht. Dennoch halten die Banken weiterhin an einem Stellenabbau fest, während die Dienstleister ihr Personal weiter aufstocken werden, konstatieren die Experten. “Zahlreiche Banken befinden sich derzeit in einer Transformationsphase, die einen erheblichen Investitionsbedarf vor allem im IT-Bereich zur Folge hat. Davon profitieren insbesondere die Dienstleister”, kommentiert Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies.

Darüber hinaus ist laut Studienautoren auch die internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland im letzten Quartal 2016 auf 131,0 Punkte (plus 2,7) gestiegen. Damit lag der Wert jedoch noch unter dem Höchstwert von 136,8 Punkten, der im Zuge des Brexit-Votums erreicht wurde. “Die Bemühungen um den Finanzplatz Frankfurt tragen Früchte. Gerade die positiven Ergebnisse im Hinblick auf die internationale Bedeutung des Finanzplatzes zeigen, dass Frankfurt gut aufgestellt ist und alle Chancen hat, auch in diesem Feld weiter an Bedeutung zu gewinnen”, erläutert Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.

Der CFS-Index wird seit 2007 erhoben und soll nach Angaben der Autoren die Urteile und Erwartungen von Schlüsselpersonen des Finanzstandortes Deutschland abbilden. Ziel soll es sein, die jeweils aktuelle Stimmungslage zu Entwicklungschancen und -risiken des Finanzplatzes und deren Veränderung im Zeitverlauf zu erfassen. (vwh/td)

Bild: Frankfurter Skyline bei Nacht (Quelle: Olaf Schneider / pixelio.de)

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