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ETF-Portfolios irren sich nicht

09.01.2017 – Die ETF-Portfolios der Karlsruher Honorarfinanz waren im vergangenen Jahr erfolgreicher als fast alle bekannten Fondsmanager. Analysen des Honorarberaters zeigen, dass es sich dabei nicht um Einzelfälle handelt.”Fondsmanager von Mischfonds haben höchstwahrscheinlich falsch auf die wichtigen Entscheidungen wie Brexit, US-Wahlen gewettet”, kommentiert Davor Horvat, Gründer der Honorarfinanz.

Dass 2016 für Privatanleger nicht gerade einfach war, kann man an der Performance der Mischfonds ablesen. Trotz der Trump-Rally an den Aktienmärkten kommt jeder zweite globale Mischfonds auf eine Performance von mageren 3,3 Prozent oder weniger. Von 500 globalen Mischfonds haben 100 sogar eine negative Performance gehabt.”Fondsmanager von Mischfonds haben höchstwahrscheinlich falsch auf die wichtigen Entscheidungen wie Brexit, US-Wahlen gewettet”, kommentiert Davor Horvat. “Andere habe wahrscheinlich wie immer auf die falschen Werte oder Titel innerhalb des Portfolios gesetzt. Beides hat dazu geführt, dass die Performance auf der Strecke blieb.”

Horvat leitet die in Karlsruhe ansässige Honorarfinanz AG, ein Honorarberater mit sechs Dépendancen. Das Unternehmen hat sich auf die Konstruktion von Index-Weltportfolien für Anleger spezialisiert, die auf ETFs basieren. Im vergangenen Jahr sind die Kunden der Honorarfinanz besser gefahren, als wenn sie auf einen der renommierten aktiv gehandelten Fonds gesetzt hätten. Ein Modellportfolio der Honorarfinanz, das jeweils zur Hälfte auf Aktien- und Renten-ETFs basiert, performte in 2016 mit 7,8 Prozent. Der Starfonds Carmignac Patrimoine kommt nur auf 4,47 Prozent. Mit 21 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen gehört der französische Mischfonds zu den größten der Welt.

Mit einer Aktienquote von knapp 70 Prozent kam der Multiple Opportunities R aus dem Hause Flossbach von Storch nach BVI-Statistiken auf eine Performance von gut fünf Prozent. Horvat hält dagegen, dass ein ETF-Portfolio der Honorarfinanz mit einer Aktienquote von 80 Prozent seinen Wert im vergangenen Jahr um 11,5 Prozent steigerte, doppelt so viel wie der 11 Mrd. Euro schwere Fonds der renommierten Kölner Fondsboutique.

Das ist kein Einzelfall. Ein Markt-Vergleich der verschiedenen Honorarfinanz-Portfolios zeigt eine im Schnitt um rund fünf Prozent bessere Performance als die aktiven Fonds mit etwa dem gleichen Risikoprofil, betont der Karlsruher Honorarberater. “Die Märkte schneiden deutlich besser ab als die allermeisten Fonds.”

Der Erfolg der ETFs im vergangenen Jahr war auch keine Eintagsfliege. “Wir haben die Hitparade der aktiven Fonds die letzten Jahre ebenfalls mit Weltportfolien auf ETF-Basis verglichen und kommen auf gleiche Ergebnisse”“, betont der Honorarfinanz-Gründer. “Das ein oder andere Mal hat einer der bekannten Fonds eine etwas höhere Performance erzielt. Langfristig bleiben die meisten aber auf der Strecke und deutlich hinter einem Index-Weltportfolio der gleichen Risikoklasse.” Je nach persönlichem Risikoprofil haben die Portfolios der Honorarfinanz im vergangenen Jahr im Schnitt Renditen zwischen rund fünf bis zehn Prozent erzielt, nach Kosten.

Wie im Schach und seit dem letzten Jahr sogar im Go-Spiel schlägt die Logik der Maschinen den menschlichen Verstand, mit all seinen Untiefen und Irrtümern.”Diese Renditen waren nur erzielbar, weil unsere Anleger global aufgestellt sind und unserem Rat folgten, sich nicht auf Spekulationen einzulassen”, sagt Horvat. Buy and Hold statt hektische Handelsaktivitäten: Trotz China-Krise, Brexit und US-Wahlen bleiben die Portfolios ihrer Strategie treu.

Die ETF-Portfolios der Honorarfinanz setzen sich aus folgenden Märkten zusammen: USA (S&P 500), Schwellenländer (MSCI EM), Europa (MSCI Europe), Pacific (MSCI Pacific ex. Jap), Japan (MSCI Japan), Small Cap + Value Index, die Anleihen werden mit globalen, kurzlaufenden (ein bis fünf Jahre) Staats- und Unternehmensanleihen hoher Bonität bestückt. Die Aktien-ETFs gewichtet die Honorarfinanz aus dem Mittelwert zwischen Marktkapitalisierung und Bruttoinlandsprodukt. Nach dieser Methode liegt der US-Anteil bei ca. 40 Prozent, Schwellenländer und Europa bei jeweils etwa 25 Prozent und “Pacific/Japan” bei etwa zehn Prozent.

Je nach Risiko-Bereitschaft der Kunden operiert Honorarfinanz mit zehn Risikoklassen mit Aktienanteilen zwischen zehn und hundert Prozent. Die passive Anlagestrategie öffnet mitunter die Augen für Gelegenheiten.”Einige haben sogar diszipliniert nachinvestiert, als es am Kapitalmarkt Rückschläge gab”, berichtet Horvat. So viel Menschliches ist bei diesem maschinellen Anlagekonzept dann doch erlaubt. (ba)

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