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E-commerce- und Finanz-Start-ups sammeln am meisten

02.02.2017 – Geldstapel_Bernd Kasper_pixelio.deDie deutschen Start-ups haben 2016 weniger Geld eingenommen als im Vorjahr. Demnach gingen die Investitionen in 2016 von 3,2 Mrd. Euro um etwa ein Drittel aus etwa 2,2 Mrd. zurück. Gleichzeitig erhielten deutlich mehr Jungunternehmer frisches Kapital: Waren es laut Start-up-Barometer Deutschland von Ernst & Young im Jahr 2015 bundesweit noch 383 Start-ups, erhielten in 2016 insgesamt 455 Jungunternehmer neues Risikokapital.

Deutlich gestiegen ist laut Studie hingegen die Zahl der Finanzierungsrunden: Lag diese 2015 noch bei insgesamt 417, waren es im vergangenen Jahr bereits 486. Am meisten profitiert haben zudem Fintechs mit einer Investitionssumme von 413 Mio. Euro. Nur Start-ups erhielten 2016 mit einem Gesamtvolumen von 422 Mio. Euro noch etwas mehr Risikokapital. Die stärksten Zuwächse verzeichneten dabei die Bereiche “Mobility” mit einem Plus von 104 Prozent auf 311 Mio. Euro sowie “Health” mit einem Anstieg von 82 Prozent auf 282 Mio. Euro.

Berlin ist Deutschlands Start-up-Hauptstadt

Bundesweiter Spitzenreiter bei den Investitionen in Start-ups war die Bundeshauptstadt Berlin: Bei 220 Finanzierungsrunden (2015: 212) erhielten die Jungunternehmer insgesamt 1,07 Mrd. Euro (2015: 2,24 Mrd.). Bayern belegte mit einer Investitionssumme von 527 Mio. Euro (2015: 282 Mio.) in 83 Finanzierungsrunden (2015: 75) den zweiten Rang – vor Nordrhein-Westfalen mit 141 Mio. Euro (2015: 90) in 48 Finanzierungrunden (2015: 23). Im europaweiten Vergleich landete die Bundeshauptstadt hingegen den vierten Platz hinter London (2,2 Mrd.), Paris (1,3 Mrd.) und Stockholm (1,2 Mrd.).

“Start-up Ökosysteme haben sich weiterentwickelt”

“Die Start-up Ökosysteme haben sich überall in Deutschland weiterentwickelt”, kommentiert Peter Lennartz, Partner bei EY, die Studienergebnisse. “Berlin bleibt zwar vorn und ist weiterhin für Start-ups weltweit sehr attraktiv, aber gerade München, Hamburg und Köln kristallisieren sich als Hotspots mit einer starken Dynamik heraus”.

Zudem sei die Investitionsaktivität etwa in Köln von acht Deals im Jahr 2015 auf 25 Deals im vergangenen Jahr deutlich gestiegen – das Volumen habe von 25 auf 45 Mio. Euro ebenfalls stark zugelegt. “In der Weiterentwicklung der Start-up Ökosysteme in Deutschland und der damit einhergehenden engere Zusammenarbeit der innovativen Start-ups mit deutschen Unternehmen liegt eine große Chance für die zukünftige Entwicklung der deutschen Wirtschaft insgesamt”, betont Lennartz. (vwh/td)

Bildquelle: Bernd Kaspar / pixelio.de

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