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Digitale Investments bringen keinen Umsatz

06.11.2017 – Businessman using digital tactile screen with chartsIn der Versicherungsbranche ist die Digitalisierung längst angekommen. Viele Unternehmen investieren daher kräftig in die neuen Möglichkeiten. Allerdings bleiben die Erfolge bislang eher aus, im Gegenteil. Laut einer aktuellen Studie der globalen Strategieberatung Simon-Kucher & Partners scheitern bereits sechs von sieben Digitalisierungsinitiativen.

Demnach haben laut Studie bereits 91 Prozent aller Versicherer in den vergangenen drei Jahren in entsprechende Initiativen investiert. Im Branchenvergleich liegen diese damit immerhin auf Platz zwei. So versprechen sich immerhin 89 Prozent der befragten Unternehmen durch ihre Investitionen einen deutlich effizienteren Verkaufsprozess.

Um dieses Ziel zu erreichen haben 87 Prozent der Unternehmen zu diesem Zweck eine digitale Roadmap entwickelt. Dies sind 28 Prozent mehr als in anderen Branchen. Dabei investieren immerhin 89 Prozent aller Versicherer im deutschsprachigen Raum vorrangig in die Nutzung digitaler und mobiler Vertriebstools.

67 Prozent versprechen sich von den Investitionen zudem eine bessere Wertkommunikation. 52 Prozent der befragten Versicherer wollen damit außerdem den persönlichen Kontakt zu ihren Kunden ausbauen.

Den stärksten Wachstumstreiber sehen die befragten Versicherer der DACH-Region (56 Prozent) in einer verbesserten Digital Customer Journey. Jeweils 48 Prozent versprechen sich dadurch eine Neu- oder Umgestaltung der Geschäftsprozesse sowie digitale Verkaufsprozesse.

Keine zielführenden Investitionen

In konkreten Umsatzzahlen machen sich die Investitionen laut Umfrage allerdings noch nicht bemerkbar. So gaben lediglich 15 Prozent der Versicherer in der DACH-Region an, dass die eingeleiteten Maßnahmen bereits einen messbaren Einfluss auf den Umsatz haben. 78 Prozent der befragten Unternehmen konnten bislang aber noch keinen Effekt feststellen.

Das Problem: “Es wird viel investiert, allerdings noch nicht zielführend. Besser geplante und umgesetzte Digitalisierungsinitiativen sind dringend notwendig, um das Potenzial auszuschöpfen”, erklärt Dirk Schmidt-Gallas, Senior Partner und Global Head of Insurance bei Simon-Kucher.

“Die große Varianz in den Antworten” zeige laut Experte zudem: “die Unsicherheit in der Assekuranz ist groß: Es fehlt der Kompass”. “Es ist daher essentiell, auch das Umsatzmodell entsprechend anzupassen”, ergänzt Frank Gehrig, Director bei Simon-Kucher. Demnach gaben laut Umfrage 59 Prozent der Versicherer im deutschsprachigen Raum den Preisdruck in der Branche als den größten Hinderungsgrund für zukünftiges Umsatzwachstum an.

“Als Hauptreiber für den zunehmenden Preisdruck werden Niedrigpreiswettbewerb, Preistransparenz und Verhandlungsmacht der Kunden genannt. Diese werden alle durch die Effekte der Digitalisierung zusätzlich verstärkt. Das Resultat? Schlechte Preisdurchsetzung”, erläutert Gehring. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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