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Digital-Erklärung: Warum Financefox nicht unterschrieb

17.01.2017 – Financefox - quelle Financefox24 deutsche Insurtech-Unternehmen haben die vom Maklerpool Blau Direkt initiierte Berliner Digital-Erklärung unterzeichnet, um die Branchendigitalisierung zu forcieren. Nur beim Online-Makler Financefox blieb der Stift in der Tasche. “Die Erklärung, die inhaltlich grundsätzlich richtig ist, kam zu früh und formuliert die Verpflichtungen auf Seiten der Insurtechs nicht ausreichend”, sagt CMO Willi Ruopp. Man wolle mehr als einen Forderungskatalog aufstellen.

Die Bestandsübertragung der Versicherer an Insurtechs soll beschleunigt werden, lautet eine Forderung der Berliner Digital-Erklärung. Verständlich, schließlich sind die meisten Start-ups reine Online-Makler und abhängig von den Digitalisierungsfortschritten großer Versicherungskonzerne, kommentierte VWheute. Das Papier soll Versicherern und Abgeordneten des deutschen Bundestages vorgelegt werden. Die unterzeichnenden Unternehmen repräsentieren insgesamt 2,6 Millionen Kunden und verwalten insgesamt über zehn Mrd. Euro Versicherungs- & Kapitalsummen.

Zu den unterzeichnenden Unternehmen gehören Asuro, Blau Direkt, Bürgschaft24, Covomo, Dionera, Einfachsparen24, Expertenhomepage, Feelix, Finanzchef24, Finanzen.de, Finatra, Idnow, Knip, Maklerhomepage.net, Maklerkonzepte Moneymeets, MyLucy, Nepatec, Netfonds, Safe.me, Simplesurance, TED, Versicherungskarrieren, Vorsorgekampagne.de.

Das deutsch-schweizerische Insurtech Financefox, das im September eine Kapitalspritze in Höhe von 28 Mio. Dollar erhielt, will dagegen erst liefern und dann Forderungen aufstellen. “Wir sehen, dass die Erstversicherer selbst ein sehr großes Interesse an Verbesserungen haben. In individuellen Gesprächen mit Erstversicherern werden wir daher in den nächsten Wochen gemeinsam Lösungen entwickeln, die den Herausforderungen gerecht werden, vor denen die Versicherungsgesellschaften stehen”, erklärt Willi Ruopp, Chief Marketing & Chief Product Officer bei Financefox.

“Die Erstversicherer müssen derzeit viel Energie aufwenden, um die rückläufige Ertragssituation durch die extrem niedrigen Zinsen aufzufangen und ebenso müssen sie aktuell mit enormen Altlasten durch eine fragmentierte IT-Landschaft in den Unternehmen auseinandersetzen. Die Vertragsbündelungsquote ist für Erstversicherer und Vermittler zu gering. Beiden Parteien fehlt die Technologie, mit der schnell und wirkungsvoll höhere Quoten erzielt werden können”, stellt Ruopp fest. Daher will Financefox mit Versicherern in einen Dialog treten, um Lösungen zu entwickeln. “Wir nehmen uns selbst in die Pflicht, wir sind bereit zu liefern.” (vwh/dg)

Bild: CEO-Trio: Michael John (Schweiz), Julian Teicke (Gründer und Group CEO) und Hartmut Teicke (Deutschland) (v.l.n.r.)

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