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Deutschlands Süden ist Innovations-Weltmeister

25.07.2017 – Innovation_Dieter Schuetz_pixelioBayerns Landeshauptstadt München sorgt derzeit mit einem neuen Digital Hub für bundesweite Schlagzeilen. Dabei scheint sich Deutschlands Süden nicht nur in der Versicherungsbranche ein Mekka für innovationsfreudige Unternehmen zu entwickeln, wie nun eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln belegt.

Demnach konzentriere sich die Innovationskraft unter deutschen Firmendächern demnach vor allen auf Bayern und Baden-Württemberg, stellen die Kölner Ökonomen in ihrem erstmals erstellten Innovationsatlas fest. Ganz vorn im bundesweiten Ranking liegt demnach die Region im Stuttgart, gefolgt von Heidenheim, Ingolstadt und München. “Die Innovationskraft ist von herausgehobener Bedeutung bei der Frage, wovon wir morgen leben werden”, kommentiert IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös.

Der Studie zugrunde gelegt hat das IW demnach vor allem fünf Indikatoren: Die Ausgaben der Unternehmen für Forschung und Entwicklung, die Beschäftigungsquote in technisch-naturwissenschaftlichen Akademikerberufen, die Zahl technologieorientierter Neugründungen, die Versorgung mit Breitband-Internet und die Zahl der Patentanmeldungen. Dabei haben die Experten des IW 85 regionale Wirtschaftsräume voneinander abgegrenzt.

Deutliche regionale Unterschiede

So haben die Ökonomen nach Aussage von IW-Geschäftsführer Klös “ein Süd-Nord-, ein West-Ost- und ein Stadt-Land-Gefälle” festgestellt, wie folgende Beispiele belegen. So wurden beispielsweise allein in Baden-Württemberg im Jahr 2014 insgesamt 287 Patente pro 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte angemeldet. Dies ist mehr als doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt mit 125 Patentanmeldungen. Auf Platz zwei folgt der Freistaat Bayern mit 236 Patente, gefolgt von Niedersachsen mit 98. Bundesweite Schlusslichter sind Bremen und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 25 und Sachsen-Anhalt mit gerade einmal 19 Patentanmeldungen.

Spitzenreiter im Städtevergleich ist dabei Stuttgart mit 577 Patentanmeldungen, für Ingolstadt mit 486 und München mit 462 Patenten. Die niedrigste Quote verzeichnet laut Studie die Region Ostprignitz-Ruppin, Prignitz mit gerade einmal vier Patenten.

Auch bei den Neugründungen technologieaffiner Unternehmen schneidet der Süden besonders gut ab: Spitzenreiter ist demnach die Region um Rottweil im Schwarzwald, wp pro 10.000 aktive Unternehmen 71 Neugründungen in innovationsaffinen
Branchen gezählt werden. Berlin als Gründungshauptstadt Deutschlands landet dabei jedoch mit gerade einmal 29 innovationsspezifischen Gründungen pro 10.000 aktiven Unternehmen auf einem der hinteren Plätze.

Dass mit der Innovationsfreudigkeit auch in den einzelnen Branchen noch nicht allzu gut bestellt ist, zeigt sich am Beispiel Digitalisierung. Laut IW Köln glauben allein 52 Prozent der befragten Unternehmen in der Verkehrs- und Logistikbranche, dass der Einsatz digitaler Technik noch kein Thema ist. Bei den Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung (51 Prozent) sowie des Gesundheitswesens (48 Prozent) trifft diese Aussage bei gut der Hälfte der Unternehmen auf Zustimmung. Zum Vergleich: In der Finanz- und Versicherungsbranche sind es gerade einmal 14 Prozent. (vwh/td)

Bildquelle: Dieter Schütz / PIXELIO (www.pixelio.de)

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