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Deutsche setzen auf digitale Gesundheitsdaten

20.03.2017 – Gesundheitskarte_Tim Reckmann_pixelioEine große Mehrheit der Deutschen würde ihre Gesundheitsdaten auch online an den jeweiligen Arzt übermitteln. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. So können sich 82 Prozent der Deutschen vorstellen, in einer bestimmten Situation Körperfunktionsdaten elektronisch direkt an den Arzt zu übermitteln.

Demnach wären 51 Prozent der Befragten bereit, bei chronischen Krankheiten ihre Körperfunktionsdaten elektronisch an ihren Arzt weiterzuleiten. Auch bei akuten Krankheiten würden sich 50 Prozent der Deutschen für diesen Übertragungsweg entscheiden. Lediglich 26 Prozent der Bundesbürger wären hingegen bereit, bei einer Reha- oder Therapiebegleitung ihre Daten online an den behandelnden Arzt zu übermitteln.

Ebenfalls 26 Prozent würden die elektronische Datenübertragung bevorzugen, um damit einen geringeren Krankenversicherungsbeitrag zu bezahlen. Profitieren würden davon hingegen die Krankenversicherer, würde die Anzahl der Arztbesuche doch dadurch spürbar zurückgehen, konstatiert YouGov.

Dennoch scheint die digitale Erfassung von Gesundheitsdaten laut YouGov im Trend zu liegen: So messen bereits 30 Prozent zurzeit selbstständig ihre Körperfunktionen oder Gesundheitsdaten. Und von denen, die dies nicht tun, kann es sich ungefähr die Hälfte (47 Prozent) vorstellen, betont YouGov. Damit sehen die Experten gerade für Hersteller von Gesundheits- und Fitness-Trackern, aber auch für Krankenkassen, die solche Daten als Bestandteil ihrer Tarifierung nutzen können, ein großes Potenzial.

“Wenn es um die digitale Messung und anschließende Übermittlung von Gesundheitsdaten geht, hört bei vielen Nutzern die Freude an der Selbstvermessung auf. Gerade im Gesundheitsbereich geht es um hochsensible Daten, die Nutzer über die Geräte sammeln. Potenziell können die Daten von Unbefugten ausgelesen werden und somit in die falschen Hände gelangen”, kommentiert Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov, das Umfrageergebnis.

“Egal ob Krankenversicherer, Hersteller von Fitness-Apps oder Trackern – Unternehmen sollten sicherstellen, dass Konsumenten, beziehungsweise Patienten, jederzeit das Gefühl haben, die Kontrolle über ihre Daten zu haben und dass ihre Nutzer über die Datenverarbeitung und -verwendung bestens informiert sind. Wer die Datenschutzbedenken bei Konsumenten nicht ernst nimmt, verliert wertvolles Vertrauen”, ergänzt der Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Tim Reckmann / PIXELIO (www.pixelio.de)

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