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Deutsche Reiseweltmeister reisen anders

03.03.2017 – Palme, Reise, Erholung, Strand by_Rainer Sturm_pixelio.deDie Deutschen sind gemeinhin als Reiseweltmeister bekannt. So haben die mehrtägigen Urlaubs- und Privatreisen im vergangenen Jahr erneut zugenommen. Demnach gaben die Bundesbürger im vergangenen Jahr für ihre Urlaubs- und Privatreisen rund 86 Mrd. Euro aus. Davon Reiseleistungen in Höhe von 59,8 Mrd. Euro vor Reiseantritt in Deutschland gebucht. Auch die Versicherer profitieren von diesem Trend.

“In unsicheren Zeiten stellen wir einen erhöhten Absicherungsbedarf fest. Das mag folgende Entwicklung verdeutlichen: während wir im vergangenen Jahr einen weltweit schrumpfenden Touristikmarkt hatten, wuchs die Prämieneinnahme bei der HanseMerkur Reiseversicherung”, konstatiert Johannes Ganser, Chief Sales Officer der Hansemerkur Reiseversicherung, auf Anfrage von VWheute.

“Selbst bei einem mittlerweile wieder anziehenden Reisemarkt steigen unsere Beitragseinnahmen noch stärker. Die Tendenz zu umfassenderer Absicherung spiegelt sich auch im Abschluss von Versicherungspaketen wider, die über eine Notfallversicherung auch die Sicherheit einer rund um die Uhr besetzten Assistance-Betreuung bieten”, erläutert der Manager der Hansemerkur. Dabei gehe die Absicherunng “definitiv in Richtung des Abschlusses von Jahresversicherungen, da der Kunde dann bei allen Reisen, die er innerhalb eines Jahre unternimmt, immer umfassend abgesichert ist”.

“Terror ist kein Rücktrittsgrund”

Terror ist für den Reiseversicherer übrigens “kein Reiserücktrittsgrund, aber der über ein Schutzpaket abgesicherte Kunde erhält natürlich im Ernstfall von der Krankenversorgung bis zu umfangreichen Assistanceleistungen einen optimalen Versicherungsschutz”.

Eine deutliche Tendenz sieht Ganser “zu Schiffs- und Fernreisen. Da wir als zweitgrößter Reiseversicherer Deutschlands Marktführer in der Airline- und der Seetouristik sind, profitieren wir davon, da in diesen touristischen Segmenten auch der Absicherungsbedarf höher ist. Darüber hinaus boomt der Deutschlandtourismus mit Ausflügen in die angrenzenden Länder. Als marktführender Versicherer der Bustouristik partizipieren wir derzeit auch an dieser Entwicklung”.

Damit bestätigt er auch die aktuellen Entwicklungen auf dem Reisemarkt. So buchen die Deutschen nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) vor allem Kreuzfahrten – die nochmals deutlich zulegten – und Urlaub auf dem Land. Auch Busreisen blieben nach Verbandsangaben gefragt. Ferienhotels und Ferienwohnungen hätten ebenfalls von den Verlagerungen profitiert, ebenso wie zahlreiche Spezialanbieter.

Bundesbürger verreisen anders

Dennoch haben sich die aktuellen Krisen und die politische Situation in einigen Reisezielen rund um dem Globus – darunter Ägypten, Tunesien oder die Türkei – auf das Reiseverhalten der Bundesbürger ausgewirkt. “Die Bundesbürger sind mehr verreist als im Vorjahr, aber sie haben anders Urlaub gemacht”, konstatiert Norbert Fiebig, Präsident des DRV auf den Punkt.

Bevorzugt wurden vornehmlich Ziele im westlichen Mittelmeer – Spanien mit den Balearen, Kanaren und dem Festland – sowie Portugal gebucht. Außerdem waren Griechenland und Bulgarien stärker als im Vorjahr nachgefragt. Hier gab es jeweils zweistellige Umsatzzuwächse bei den Veranstaltern. Auch Ziele in Deutschland und den Nachbarländern, die mit dem Auto gut zu erreichen sind, waren kaut DRV stark gefragt. Weniger stark gebucht waren die Türkei, Ägypten, Tunesien und Frankreich.

Auch im laufenden Jahr bleibt die Reiselust der Deutschen ungebrochen, prognostiziert der Reiseverband. “Das Bedürfnis nach Erholung ist ungebrochen und so werden derzeit kräftig Urlaubspläne geschmiedet”, betont DRV-Präsident Fiebig. “Viele Deutsche haben ihren Haupturlaub noch früher gebucht als sonst – zum Teil schon im November und Dezember vergangenen Jahres”, so Fiebig. Hohe Frühbucherzuwächse hätten zudem dafür gesorgt, dass die Sommersaison 2017 im Reisebüro zum Buchungsstand Ende Januar nach den Verlusten im Vorjahr wieder ein Umsatzplus von kumuliert sechs Prozent nach GfK-Zahlen aufweist. Gleichzeitig erhöht sich dadurch auch die Bereitschaft der Deutschen zum Abschlus einer Versicherung, konstatiert Stefan Schrödel, Vertriebsdirektor bei der ERV (siehe UNTERNEHMEN & MANAGEMENT). (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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