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Der Griff nach der Grapschversicherung

19.06.2017 – Warten auf einen Zug in Tokio_dpa_91200085Untern Chikan versteht man in Japan das heimliche und sexuell motivierte Anfassen einer fremden Person in einer Menschenmenge – beispielsweise in Zügen. Opfer der Attacke sind meist Frauen. Oft werden allerdings Männer fälschlicherweise der Grapscherei beschuldigt. Eine Versicherung in Tokio will den Betroffenen die Hand reichen.

Laut einer Meldung der “Südtirol News” bietet eine Tokioer-Versicherung den Beschuldigten eine schnelle Rechtsberatung. Der Assekuradeur soll innerhalb kürzester Zeit einen großen Zuwachs an Kunden gewonnen haben, wie die Zeitung “Mainichi Shimbun” schreibt. Kein Wunder, das unsittliche Berühren von Menschen soll derart ausgeprägt sein, dass zu Stoßzeiten bestimmte Zugwagons nur von Frauen benutzt werden dürfen. Das Problem der Falschbeschuldigung darf nicht unterschätzt werden, in Japan besitz die persönliche Ehre einen hohen Stellenwert. Eine Anzeige wegen sexueller Belästigung ist der persönlichen Ehre naturgemäß eher abträglich.

Für die belästigten Frauen ist die Situation doppelt schwierig, denn sie sind Opfer der Attacke und müssen in den übervollen Zügen den richtigen Täter identifizieren. Wegen der Enge und der schamhaften Situation kommt es deswegen oft zu Falschanzeigen.

Das Chikan-Problem wird in Japan durch Polizei und Medien mittlerweile verstärkt in den Fokus gerückt und die Bahnbetreiber setzen zunehmend auf Kameras, um dem Treiben Einhalt zu gebieten.(vwh/mv)

Bild: Warten auf einen Zug in Tokio (Quelle: dpa)

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