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Der Genfer Autosalon offenbart die Zukunft

09.03.2017 – Sedric_dpa 88796111Alternative Antriebe sind die Zukunft – aber aktuell geht es noch nicht ohne Benziner. Das ist das inoffizielle Motto des 87. Genfer Autosalons, der erstmals unter der Bezeichnung “Nationale Automobil- und Fahrradausstellung” geführt wird. Einig der Trends werden sicherlich Einfluss auf die Versicherungswirtschaft nehmen, zum Beispiel Sedric.

Chrom und benzinbetriebene PS sind in Genf reichlich zu bestaunen – beispielsweise der Pagani Huayra Roadster. Den schnittigen Flitzer treibt ein 764 PS-V12-Mittelmotor mit sechs Liter Hubraum und doppelter Turboaufladung an. Der Preis liegt nur unwesentlich über 2,7 Mio. Euro. Eher bullig und kompakt ist der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet, eine Mischung aus Geländewagen, Luxuskarosse und einem massiv überdimensionierten Stück Fels auf Rädern. Es werden nur 99 Stück des über fünf Meter langen Vehikels verkauft, wer also gerade 700.000 Euro oder mehr zur Verfügung hat, kann einem Scheich zuvorkommen. Solche Brachialboliden sind aber Vergangenheit.

Das ist die Zukunft

Nahezu alle Hersteller präsentieren im Autosalon ihre neuesten alternativen Antriebe, egal ob Elektro, Brennstoffzelle oder Hybrid. Wendet man den Blick von den Antriebsarten ab, und dem Bereich autonomes Fahren zu, kann man nur staunen: zum Beispiel über Sedric. Das Akronym steht für Self Driving Car und stammt aus Wolfsburg. VW will mit dem Auto autonomes Fahren auf Knopfdruck bieten. Das Fahrzeug ist elektrisch angetrieben und reagiert auf Sprache oder App-Befehle.

In den Fahrprozess kann nicht eingegriffen werden, es fehlen schlicht die Mittel: Weder Pedale noch ein Lenkrad sind vorhanden – konsequenterweise wird dann auch auf Armaturenbrett und Kofferraum verzichtet. Der Innenraum ist eine Lounge, die viel Raum, Holzbodenoptik und Konferenzatmosphäre bietet, denn die Insassen sitzen sich gegenüber.

Die Zeit spekuliert, dass im Jahr 2025 eine “Serienumsetzung erwartet werden kann”. Die Eigenschaften von Sedric – fahrerloses Fahren, Sprachsteuerung und E-Motor – werden sich in den kommenden Jahren in den Konzernmarken von VW wiederfinden, ließ der CEO der Wolfsburger, Matthias Müller, in Genf wissen. Das bisherige Modell KFZ-Versicherung ist dann in Gefahr, wie Andrej Cacilo vom Frauenhofer Institut, gegenüber VWheute bestätigt.

Wenn mit VW und Toyota die größten Automobilkonzern der Welt auf autonomes Fahren setzen, die Japaner wollen in zehn Jahren selbstfahrende Autos anbieten, wird die Zukunft der Automobilität wohl automatisch ablaufen. Das sehen auch Experten deutscher Versicherer so, allerdings mit Einschränkungen. (vwh/mv)

Bild: VW-Konzeptauto Sedric (Quelle: dpa)

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