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Cyberangriffe kosten Unternehmen jährlich zwei Mio. Euro

28.06.2017 – Cyber_BlogtrepreneurWeltweit wurden rund 76 Prozent der Unternehmen einem DNS-Angriff ausgesetzt. Zudem erlitten 28 Prozent einen Datendiebstahl. Dies geht aus einer aktuellen Studie des IT-Unternehmens EfficentIP unter 1.000 Teilnehmern aus Europa, Nordamerika und Asien hervor. Dabei schätzen die Autoren der Untersuchung die durchschnittlichen Kosten der Schäden auf 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern.

Laut Studie gehören demnach vor allem Malware (35 Prozent), DDoS (32 Prozent), Cache-Poisoning (23 Prozent) und DNSTunneling (22 Prozent) zu den Hauptursachen eines Cyberangriffes. Bei jedem fünften habe sich dabei zudem um eine sogenannte Zero-Day-Attacke gehandelt, sprich: um einen Angriff über eine bis dahin gänzlich unbekannte Schwachstelle.

Darüber hinaus weise Deutschland unter allen untersuchten Ländern mit 44 Prozent die mit Abstand höchste Zahl von DNS-basierten Malware-Angriffen auf. Weit dahinter folgen laut Studie Spanien mit 34 Prozent, Großbritannien mit 29 Prozent und Frankreich mit 23 Prozent. Zudem seien 29 Prozent der befragten Unternehmen sogenannten DDoS-Angriffen ausgesetzt. Weitere 37 Prozent aller Unternehmen seien in den vergangenen zwölf Monaten regelmäßig Opfer von mindestens fünf Angriffen geworden. Die Kosten für entsprechende Maßnahmen zur Schadensbekämpfung schätzen die betroffenen Unternehmen laut Umfrage auf einen Betrag zwischen 500.000 und fünf Mio. Euro.

Gleichzeitig messen weiterhin elf Prozent aller befragten Unternehmen in Deutschland der DNS-Sicherheit keine große Bedeutung zu. Zum Vergleich: In Frankreich waren es laut Studie gerade einmal fünf Prozent, in Großbritannien und den USA jeweils vier Prozent. “Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, dass Unternehmen weltweit mitsamt ihrer IT-Abteilungen den Risiken von DNS-basierten Angriffen trotz der wachsenden Bedrohungen und der Zunahme von Cyber-Attacken noch nicht genug Bedeutung beimessen”, sagt David Williamson, CEO bei EfficientIP.

Angesichts der Tatsache, dass die EU-Datenschutzverordnung in weniger als einem Jahr in Kraft treten werde, sei es für die Unternehmen “daher an der Zeit, ihre eigenen Sicherheitsstrategien und -maßnahmen zu überdenken, um zukünftige Bedrohungen zu bewältigen, aber auch um empfindliche Geldstrafen zu vermeiden, die laut neuer Verordnung bis zu 20 Mio. Euro oder vier Prozent des globalen Umsatzes betragen können”, ergänzt Williamson. (vwh/td)

Bildquelle: Blogtrepreneur / CC

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