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Credondo sieht trübe Aussichten für Kasachstan

31.07.2017 – turm_astana_pixelioÜber 14 Jahre lang gehörte die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 14 Prozent zu den Boomregionen in Zentralasien. Nun machen der niedrige Ölpreis, die Wirtschaftskrise in Russland und der Konjunkturabschwung in China dem Land zu schaffen. Der belgische Kreditversicherer Credondo zeichnet daher trübe Aussichten für das Land.

Eine der größten Baustellen sehen die Experten vor allem im Bankensektor, welcher sich bis heute noch nicht vollständig von der Finanzkrise des Jahres 2008 erholt habe. 2015 entschied die Regierung zwar eine Freigabe der Währung und reduzierte damit zwar den Druck auf die Währungsreserven.

Gemeinsam mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sorgte die Entscheidung laut Kreditversicherer jedoch für einen Rückgang der Qualität von Vermögenswerten sowie zu einer geringeren Profitabilität und der Kreditbedingungen. Zudem werde der Bankensektor seit langem von schlechten Kreditvergabepraktiken, intransparenten Besitzverhältnissen und der Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung überschattet, bemängelt Credondo weiter.

“Für Privathaushalte und Unternehmen bleiben die Schwierigkeiten des Bankensektors natürlich auch nicht folgenlos“, kommentiert Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers Credendo: “Darlehen sind schlicht und einfach aufgrund horrender Zinsen für viele Haushalte und Unternehmen nicht mehr erschwinglich. Dieser Faktor stellt eine Belastung für das systemische Geschäftsrisiko dar”.

Zudem habe es die Regierung mit dem Konjunkturpaket “Nurly Zhol jedoch nur kurzfristig geschafft, die externen negativen Einflüsse abzumildern”, ergänzt der Ökonom. Dennoch rechnet der Kreditversicherer in diesem Jahr mit einem BIP-Wachstum von 2,5 Prozent. “Der Haken daran: Zwar kurbelt der Anstieg der Ölproduktion das Wachstum an, letztendlich steigt dadurch aber auch der Druck auf Kasachstan, die Vereinbarungen von OPEC- sowie von Nicht-OPEC-Ländern hinsichtlich der Reduzierung der Fördermengen einzuhalten”, ergänzt Witte. (vwh/td)

Bild: Bajterek-Turm in der kasachischen Hauptstadt Astana. (Quelle: Nikolai Fokscha / PIXELIO / www.pixelio.de)

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