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Credendo fürchtet höhere Risiken im Iran

23.02.2017 – esfahan_vvwDie neue US-Administration und der Tod des früheren iranischen Präsidenten Akbar Hashemi Rafsanjani lassen das Risikopotenzial in der Islamischen Republik Iran erneut steigen. “Der ehemalige iranische Präsident Rafsanjani war auch nach seiner Amtszeit stets eine bedeutende Persönlichkeit im Iran und zugleich eine treibende Kraft in der moderaten iranischen Politik”, erklärt Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers Credendo.

“Sein Tod könnte die zukünftige Politik im Land beeinflussen”, ergänzt Witte. Da im Mai dieses Jahres erneut Präsidentschaftswahlen im Iran anstehen, könnte der Tod des zwischen 1989 bis 1997 regierenden Präsidenten ein Rückschlag für die Wiederwahl von Amtsinhaber Hassan Rohani darstellen. So haben die Spannungen zwischen den Gemäßigten und den Konservativen haben im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen und das hohe Alter des Ajatollah bereits zugenommen, ergänzt der Kreditversicherer. “Diese Unsicherheiten haben ein nie dagewesenes Level an Korruptionsvorwürfen innerhalb der Regierung hervorgerufen – auch im engsten Kreis von Rohani”, ergänzt Witte.

Für weitere Unsicherheiten im Iran sorgt auch die derzeitige Außenpolitik der neuen US-Administration unter Donald Trump. Dabei hatte vor allem der sogenannte “Muslimban” für Staatsangehörige aus Syrien, Somalia, Sudan, Irak, Iran, Libyen und dem Jemen jüngst für erhebliche Furore gesorgt. Auch wenn das Dekret nun juristisch gestoppt ist, hatte Trump unlängst einen neues Einreiseverbot angekündigt. Zudem hatte er bereits im Wahlkampf angedroht, den “desaströsen Nukleardeal zu zerschlagen”.

Bereits vor einem Jahr hatte Ludovic Subran, Chefvolkswirt bei der Euler Hermes Gruppe, mit der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran große Chancen, aber auch manche Risiken für deutsche Unternehmen prognostiziert. “Die wirtschaftlichen Potenziale im Iran sind groß, gerade auch für deutsche Exporteure”, betonte der Ökonom. Dennoch sei es “kein ‘El Dorado’, bei dem nach Aufhebung der Sanktionen sofort das Gold auf der Straße liegt”. (vwh/td)

Bild: Esfahan (Quelle: vwh)

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