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Big Data als Chance für die Versicherungsbranche

19.06.2017 – heene-robert_VKBBlockchain bietet eine Fülle von Möglichkeiten. Viele Versicherer fragen sich, wie die Nutzung am besten gelingen kann. “Man muss damit anfangen!”, antwortet Robert Heene, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, auf solche Überlegungen. In seinem Gastbeitrag erklärt er, wie das funktioniert.

Vor ein paar Jahren war die Technologie noch ein Modewort – inzwischen ist sie kaum mehr wegzudenken: Big Data. Auch Versicherern und Versicherten bringt sie viele Vorteile, wenn sie richtig eingesetzt wird.

Big Data ist von einer einst gehypten Idee zu einem zentralen Thema für Unternehmen geworden. Uns Versicherern, die schon aus der Historie heraus sehr viele Daten besitzen, bietet die Technologie viele Chancen. Denn analysieren sie jetzt mittels neuer Methoden ihre Menge an unstrukturierten und unterschiedlichen Daten, können sie beispielsweise Risiken sehr viel besser vorhersagen oder Kundenbedürfnisse besser ermitteln.

Deshalb eines gleich vorweg: Es ist wichtig anzufangen und Big Data im Unternehmen einzusetzen! Aber nicht einfach irgendwie. Im Zentrum sollte immer der Kunde stehen. Ihn sollen die aus der besseren Kenntnis entwickelten Produktangebote und Tools begeistern. Ihn müssen wir Versicherer verstehen und gezielt ansprechen. Dann schafft der Einsatz von Big Data eine Win-win-Situation: Er bietet sowohl dem Versicherer als auch dem Versicherten einen großen Mehrwert.

Nun stellt sich die Frage: Wie und wo lohnt sich der Einsatz von Big Data in einem Versicherungsunternehmen? Es reicht sicher nicht, eine Handvoll Experten einzustellen. Im Gegenteil: Alle im Unternehmen, Manager und Mitarbeiter, müssen verstehen, dass es nicht allein um Technologie, sondern um ein neues kreatives Denken geht. So bleibt das Unternehmen nachhaltig nah am Kunden und am technologischen Fortschritt.

Die Möglichkeiten Big Data im Unternehmen zu etablieren sind vielfältig: Investitionsgemeinschaften, Kooperationen mit branchengleichen oder -fremden Firmen und die Zusammenarbeit mit Start-ups. Möglicherweise sammelt man aber auch die ersten Erfahrungen mit der Technologie im eigenen Versicherungskonzern, indem man aus den eigenen Daten Use Cases erstellt und ermittelt, welche davon zur Strategie des Unternehmens passen. Der Vorteil: Werden eigene Daten verwendet, hat man einen Vergleich zu den bisher eingesetzten Methoden. So lässt sich besser bewerten, welche Möglichkeiten Big Data eröffnet.

Ganz entscheidend für eine gelungene Big-Data-Strategie ist vor allem eines: Das Vertrauen des Kunden. Denn auch in Zeiten von Big Data wird er nach wie vor selbst entscheiden, was er bei welchem Anbieter kauft. Nur wem er vertraut, wird er seine Daten überhaupt zur Verfügung stellen und dessen neue Angebote nutzen. Damit das gelingt, braucht es in der Gesellschaft ein anderes Verständnis von Big Data. Weg von der Angst vor dem Datensammeln hin zu ethischen Grundsätzen für die Nutzung der Informationen. Und wir müssen vermitteln: Bei Versicherern sind die Daten in sicheren Händen.

Eine gute Ausgangsposition hat die Assekuranz allemal. Denn sie geht schon seit Jahrzehnten sicher mit sehr sensiblen Kundendaten um. Viele andere Branchen nutzen Big Data bereits intensiv, um den Kunden an sich zu binden. Es kann auch unser Kunde sein. Machen wir uns die Technologie zu Nutze, wir haben beste Voraussetzungen durchzustarten.

Bild: Robert Heene (Quelle: Versicherungskammer Bayern)

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