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Betriebsunterbrechungen wirkungsvoll managen

21.08.2017 – Welt_S. Hofschlaeger_pixelio.deEin Business Continuity Management (BCM) beschleunigt nach einem Schadenfall die Rückkehr zum Normalbetrieb. Dass das in einer globalisierten Welt immer wichtiger, hat auch der GDV erkannt und arbeitet am Thema. Franz-Peter Schmidt, Abteilungsleiter Risk Engineering bei der Wiesbadener R+V, hat sich mit dem Thema näher beschäftigt.

Die sogenannten “Hard Causes”, Feuer, Explosion, Erdbeben, Hochwasser, sind für Unternehmen finanziell oft weniger gewichtig wie die “Soft Causes”, beispielsweise Engpässe in Lieferketten aufgrund einer Insolvenz einer Rederei wie Hanjin und den daraus resultierenden Preisanstiegen. Diese soften Ereignisse werden in Zukunft noch zunehmen, ist sich Schmidt sicher.

Das BCM entstand aus der Erkenntnis von IT-Abläufen. Bei diesen Ereignissen resultieren Betriebsunterbrechungen üblicherweise nicht aus Sachschäden. Daraus entstand über die Zeit ein System zur Bewältigung von Krisenfällen, das heut als BCM bezeichnet wird. Es dient dazu, Betriebsunterbrechungen so zu handhaben, dass möglichst schnell zum Normalbetrieb zurückgekehrt werden kann.

Kernelemente sind die Business Impact Analysis (BIA) und die Threat Analysis (TA), wobei sich die TA mit möglichen Bedrohungsszenarien und die BIA mit den Auswirkungen des Ausfalls von Geschäftsprozessen auf das Unternehmen befasst. Mehr zum Thema finden sie in der aktuellen Ausgabe des Business und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Der GDV hat die Wichtigkeit erkannt

Im Jahr 2015 wurde beim GDV eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe gebildet, die sich aus BCM-Experten, Risikoingenieuren und Underwritern verschiedener Sparten aus dem Erst-und Rückversicherungsbereich zusammensetzt, auch der BDI ist regelmäßig Gast.

Die Aufgabe dieser Gruppe ist die Entwicklung eines gemeinsame Verständnisses für die Verknüpfung von Betriebsunterbrechungs-/Ertragsausfallversicherung und BCM-Systemen, um die Themen Betriebsunterbrechung und Business Continuity Management aufzubereiten.

Die Ergebnisse der Arbeit werden voraussichtlich im Herbst in Form von zwei VdS-Informationsschriften für die primär betroffenen Produktions- und Logistikunternehmen als Versicherungsnehmer (VdS 3821) und für die Underwriter und Risiokoingenieure der Versicherungsunternehmen (VdS 3822) präsentiert. (vwh)

Bild: S. Hofschlaeger / PIXELIO / www.pixelio.de

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