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Bei Bäte & Co. sitzt das Geld lockerer

10.03.2017 – Geld Lohn Gehalt Mindestlohn by_uschi dreiucker_pixelio.deIm laufenden Jahr werden die durchschnittlichen Gehälter in der Finanzbranche voraussichtlich zwischen 1,9 Prozent und 2,4 Prozent steigen. Dies geht aus einer aktuellen Analyse der Unternehmensberatung Mercer unter 42 Banken, Versicherern und Finanzunternehmen aus 14 Ländern hervor. So rechnet Mercer allein bei den Lebensversicherern mit einem Plus von 2,1 Prozent.

Demnach bleiben die erwarteten Gehaltserhöhungenlaut Analyse in Europa mit 1,4 bis zwei Prozent etwas hinter den Steigerungsraten in Nordamerika (1,6 bis 2,6 Prozent) zurück. Spitzenreiter ist hingegen Indien mit einem Plus von sechs Prozent. Damit liegt das südasiatische Land deutlich vor den übrigen Wachstumsmärkten in Latein- und Südamerika (3,5 Prozent) sowie Asien (3,8 Prozent). Allerdings seieh hier auch die Inflationsraten deutlich höher als in entwickelten Märkten, ergänzt Mercer.

Gleichzeitig gehen etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen davon aus, dass die verfügbaren Bonuspools in diesem Jahr ähnlich oder unverändert zum Vorjahr bleiben innerhalb einer Spanne von etwa fünf Prozent bleiben werden. Fast ein Viertel der Studienteilnehmer erwartet, dass die Bonuspools deutlich reduziert werden, wohingegen nur elf Prozent der Unternehmen von einer deutlichen Steigerung ausgehen.

Laut Analyse planen außerdem 63 Prozent der Unternehmen, ihre Funktionsbewertungen und darauf aufbauend auch ihre Vergütungspolicies anzupassen. 38 Prozent möchten ihre Richtlinien zum Elternurlaub konzernweit überarbeiten, während 33 Prozent planen, ihre flexiblen Nebenleistungen für Mitarbeiter anzupassen. Auch Lohngerechtigkeit wird wichtiger, insbesondere in Europa.

In Deutschland bewegen sich die Gehälter für das private Versicherungsgewerbe laut Tarifvertrag zwischen 2.451 Euro in Gehaltsgruppe eins im ersten Berufsjahr bis 4.875 Euro in Gehaltsgruppe Acht mit einer Berufserfahrung von mehr als 14 Jahren. Auszubildende erhalten zudem im ersten Ausbildungsjahr eine Vergütung von 928 Euro. Diese steigt im zweiten Ausbildungsjahr auf 1.003 Euro und im dritten Jahr auf 1.087 Euro.

“Da die Vergütung bei vielen Banken stagniert, müssen Unternehmen ihre Employee Value Proposition verbessern, um ihre Mitarbeiter zu halten und zu motivieren”, kommentiert Raffaela Stutz, Vergütungsexpertin bei Mercer. “Innovative Total-Rewards-Ansätze, die Mitarbeitern ein breites Spektrum an Anreiz- und Motivationskomponenten bieten, rücken in den Vordergrund. Auch Recognition-Modelle, die über finanzielle Anreize hinausgehen, werden populärer und die vorherrschende Unternehmenskultur immer wichtiger”, ergänzt die Expertin.

Zum Vergleich: Mit einer Gesamtvergütung von rund 5,44 Mio. Euro liegt Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard laut einer Analyse der Frankfurter Unternehmensberatung hkp von 2016 im Mittelfeld des Gehaltsrankings der 30-Dax-Konzernchefs. Im Vergleich zum Vorjahr verdiente er immerhin neun Prozent weniger. So kassierte er 2014 noch rund 5,98 Mio. Euro. Allianz-Chef Oliver Bäte kam seit seinem Amtsantritt am 7. Mai 2015 auf eine Gesamtvergütung von rund 4,79 Mio. Euro. Sein Vorgänger Michael Diekmann kam auf rund 3,89 Mio. Euro. (vwh/td)

Bildquelle: Uschi Dreiucker / pixelio.de

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