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BCA: Pools unterstützen Makler effizient

24.02.2017 – Makler_Anna_RauchenbergerErfolgreiche Maklerpools müssen sich künftig als Full-Service-Dienstleister auf institutionellem Niveau auszeichnen. “Kunden werden auch weiterhin insbesondere bei komplexen Produkten zur Alters- und Risikovorsorge oder zum Vermögensaufbau die Beratungskompetenz eines Maklers aufsuchen”, erklärte BCA-Vorstand Oliver Lang. VWheute sprach über die Maklerwelt von morgen mit den Vorständen Christina Schwartmann und Frank Ulbricht.

VWheute: Gibt es überhaupt noch das klassische Makler-Berufsbild?

Frank Ulbricht: Das zentrale Merkmal des klassischen Berufsethos, wonach sich ein Makler ausschließlich von Kundeninteressen und eben nicht von Produktgebern leiten lassen soll, ist meines Erachtens zeitlos. Fakt ist jedoch auch, dass eine Vielzahl von Regulationen wie fortschreitende Digitalisierung das Makler-Berufsbild hinsichtlich Arbeitsweise wie Zulassungsvoraussetzung zunehmend geprägt hat. Insofern muss ein modernes Maklerkonzept sowohl über technisches Know-how als auch hohe Anpassungsgeschwindigkeit an sich ständig ändernde Marktgegebenheiten verfügen.

VWheute: Wie wird die Digitalisierung das Berufsbild des Maklers beeinflussen?

Christina Schwartmann: Die Einflussnahme ist bereits in vollem Gange. Speziell das Kommunikationsverhalten sowie organisatorische Prozesse werden dabei verändert. So unterstützen bereits heute Digitalangebote den Arbeitsalltag eines Maklers entscheidend dabei, dass dieser seine Beratungsprozesse schlank, kostengünstig sowie rundum rechtssicher halten kann. Trotz genereller Digitalisierung der Arbeitswelt: Es ist unsere feste Überzeugung, dass es speziell bei komplexen Produkten oder Geldanlagen zu keiner öfter angekündigten Abkehr von der persönlichen Beratung kommen wird.

VWheute: Würde eine Berufsausbildungs-Ordnung das Ansehen der Makler stärken?

Frank Ulbricht: Allenfalls könnte dies zu einer besseren Positionierung führen, um notwendigen “Maklernachwuchs” zu gewinnen. Zuallererst würden wir es jedoch begrüßen, wenn der grundsätzliche Mehrwert einer Maklerberatung beziehungsweise die Makler-Zulassungsvoraussetzungen nach 34d wie 34f GewO durch gezielte Verbandsarbeit stärker in die Gesellschaft transportiert werden würde. Das würde dem Ansehen der Makler sicherlich dienen.

VWheute: Schreckgespenst IDD- Was sind für Sie die größten Probleme, wenn der jetzige Gesetzentwurf so durchgeht?

Frank Ulbricht: Zunächst gehen wir davon aus, dass unsere Branchenverbände ihren Einfluss geltend machen und dazu beitragen, den diskutierten IDD-Entwurf im Sinne der Wettbewerbsgleichheit nachzubessern. Vorgeschlagene Bestimmungen, wie etwa betreffend “Doppelberatungspflicht der Kunden” oder die Absicht, dass Makler zumindest im Privatkundengeschäft ausschließlich vom Produktgeber entlohnt werden sollen, führen unseres Erachtens zu einer Benachteiligung der unabhängigen Maklerschiene. Dennoch sehen wir IDD nicht als Schreckgespenst, da mögliche Probleme für Makler nach jetziger Lage überschaubar bleiben und gewiss durch Poolunterstützung effizient gelöst werden.

VWheute: Insurtechs sorgen für Furore. Wie können Sie als Pool dagegenhalten?

Christina Schwartmann: Indem die Bereitstellung von modernsten technischen Versicherungs- sowie Investmentangeboten – sprich Insur- oder Fintech-Lösungen – seit jeher integraler Bestandteil unserer Geschäftsphilosophie ist. Einzig in der anvisierten Zielgruppe gilt es dabei, auf einen Unterschied aufmerksam zu machen. Während das Gros der digitalen Start-ups mithilfe elektronischer Versicherungsordner-Apps oder digitalen Boutiquen zuallererst lautstark um Privatkunden buhlen, unterstützen wir an dieser Stelle intensiv die unterschiedlichsten Maklerbelange. Mit einem Mix bestehend aus digitaler Dienstleistung, hochwertiger Beratungsqualität sowie gelebter Kundenbeziehung bietet ein Makler nach wie vor einen deutlichen Mehrwert, den ein auf Insurtech spezialisierter Newcomer – für sich betrachtet – allgemein nicht liefern kann.

VWheute: Welche Bedeutung haben Maklerpools in Zeiten zunehmender Regulierung?

Christina Schwartmann: Von modernster Prozess- oder Softwareunterstützung, inklusive weitreichendem fachlichem Support, über qualifizierte Produktprüfung und umfassende Marketingunterstützung bis hin zur Steuer- und Rechtsberatung über Kooperationen. Gut aufgestellte Pools gewinnen aufgrund dessen unzweifelhaft an Bedeutung. Die erfolgreichen Maklerpools werden sich hierbei durch ein immer umfassenderes Leistungsspektrum, Service- und Finanzstärke auszeichnen. Infolgedessen gehen wir davon aus, dass sich bei Maklerunternehmen der Trend zur Kooperation mit einem starken Full-Service-Dienstleister anstelle mehrerer Pool-Einzelanbindungen verstärken wird.

VWheute: Sie haben die eigene Bank für Vermögen (BfV). Welchen Vorteil bietet das Maklern?

Frank Ulbricht: Finanzinstitute unterliegen bekanntermaßen einer strengen Steuerung und intensiver Aufsicht. Als einziger Pool mit eigener Bank bieten wir Maklern demzufolge den entscheidenden Vorteil, mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der sich in Sachen Regulation und darüber hinaus bestens aufgestellt hat. Folgerichtig profitiert ein Makler auch in diesem Segment von unserem Know-how-Leadership, indem absehbare Vorgaben bereits heute in das Lösungsangebot integriert sind. Im Zuge dessen greifen BCA Vermittler mit unserer erfolgreichen Private Investing-Strategie unter anderem auf eine – in allen Belangen den Vorgaben von MiFID II entsprechende und demzufolge hundertprozentig rechtssichere –fondsbasierte wie ausgezeichnete standardisierte Vermögensverwaltung zurück.

Die Fragen stellte VWheute-Korrespondent Wolfgang Otte.

Bildquelle: Anna Rauchenberger

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