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Autobauer machen Versicherern Konkurrenz

14.03.2017 – Generali_KfzDie Automobilhersteller machen den etablierten Kfz-Versicherern mit eigenen Versicherungsleistungen zunehmend Konkurrenz. Damit scheinen sie bei den Kunden auf den richtigen Nerv zu treffen, wie eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts YouGov belegt. Demnach seien fast ein Drittel (30 Prozent) gegenüber Automobilherstellern als Anbieter von Kfz-Versicherungen positiv eingestellt.

Weitere 22 Prozent der Befragten können sich laut Umfrage zudem vorstellen, eine Kfz-Versicherung direkt beim Hersteller abzuschließen. Dabei scheinen die Automobilhersteller bei den potenziellen Versicherungskunden besonders in den Bereichen Erreichbarkeit und Leistung die Nase vorn zu haben, so YouGov weiter.

Laut Umfrage waren allein im vergangenen Jahr rund ein Fünftel (21 Prozent) aller Kfz-Versicherten in Deutschland grundsätzlich bereit für einen Wechsel zu einem anderen Kfz-Versicherer. Dies entspricht laut YouGov hochgerechnet rund 9,4 Millionen Kfz-Versicherten. Tatsächlich hat sich laut Marktforscher jeder vierte Wechselbereite (24 Prozent) tatsächlich für einen Wechsel entschieden.

Allerdings hat die große Mehrheit der Wechselwilligen (76 Prozent) laut YouGov zum Jahresende 2016 bestehende Verträge hingegen noch nicht gekündigt. Größtes Hindernis für einen Wechsel sei demnach für 38 Prozent der Befragten vor allem das Gefühl, bei der gegenwärtigen Versicherung gut aufgehoben zu sein. 31 Prozent geben an, noch kein besseres Angebot gefunden zu haben. 21 Prozent haben sich laut YouGov noch nicht um den geplanten Wechsel gekümmert.

“Kfz-Versicherer, die wechselbereite Kunden halten wollen, sollten sich in ihrer Strategie nicht alleine auf eine bessere Preisgestaltung verlassen, auch wenn die Kostenersparnis den wichtigsten Grund für einen Anbieterwechsel darstellt”, kommentiert Christoph Müller, Senior Consultant Reports bei YouGov.

“Unsere Studie zeigt, dass das Gefühl des Gut-aufgehoben-Seins die höchste Barriere unter den generell Wechselwilligen gegen einen Wechsel bildet. Gleichzeitig nimmt dieses Gefühl seit Jahren ab. Hier müssen Anbieter durch Service und Transparenz gegensteuern, um Kündigungen Wechselbereiter zu verhindern”, ergänzt der Experte.

Zu den größten Finanzdienstleistern auf diesem Gebiet zählen die Volkwagen Financial Services mit einem operativen Ergebnis von mindestens zwei Mrd. Euro (2015: 1,92 Mrd.). Das Unternehmen ist ein Geschäftsbereich des krisengeschüttelten Wolfsburger Automobilbauers Volkswagen, der heute seine Geschäftszahlen für 2016 vorlegen wird. (vwh/td)

Bildquelle: Generali

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