Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Assistance-Leistungen: Bedeutung hoch, aber sinkend

01.03.2017 – Schadenmanagement_Assistance_fotolia82 Prozent der Versicherer in Deutschland schätzen die Bedeutung von Assistance-Angeboten auf hoch oder sehr hoch, das belegt eine repräsentative Studie im Auftrag der Europ Assistance. Serviceleistungen wie Pflegeberatung oder die Organisation von Ersatzflügen seien wichtig, um klassischen Versicherungsprodukte zu ergänzen. Allerdings ist die Tendenz sinkend. Vermittler jedoch nutzen Assistance-Leistungen zunehmend als Verkaufsargument.

Fast jeder dritte Bundesbürger (70 Prozent) würde einen Zusatzbeitrag von 15 Euro für eine Reise-Assistance akzeptieren, 37 Prozent würden sogar noch mehr zahlen, das haben die Hochschule Rhein-Main und die Marktforschungsgesellschaft Omniquest in einer gemeinsamen Studie herausgefunden.

“Produkterweiternde Dienstleistungen treffen den Kundennerv der Zeit offenbar sehr gut”, kommentiert Peter Georgi, Vorstandsvorsitzender der Europ Assistance, eine Tochter der Generali. Diese hatte die Assistance-Studie bereits dieses Jahr zum zehnten Mal in Auftrag gegeben. Die Versicherer hingegen hatten vor drei Jahren noch zu 90 Prozent den Assistance-Leistungen eine hohe oder sehr hohe Bedeutung zugeschrieben.

Assistance steigt in der Gunst der Vermittler

78 Prozent der Vermittler messen Assistance-Leistungen eine sehr hohe Bedeutung zu, hier steigt der Wert um 18 Prozentpunkten im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre an. Dass diese noch wichtiger werden, denken 71 Prozent der befragten Vermittler. Gerade im Neugeschäft steigt die Bedeutung deutlich an: 58 Prozent der Befragten, 21 Prozentpunkte mehr als im Mittelwert, hält Assistance-Leistungen für ein geeignetes Instrument, um neue Kunden zu gewinnen.

Dienstleistungen für Senioren werden besonders nachgefragt, schließlich werten 80 Prozent der Bundesbürger eine persönliche Beratung im Pflegefall als wichtig oder sehr wichtig. 91 Prozent der Versicherungsvermittler halten Beratung oder Unterstützung bei der Pflege für eine sinnvolle Assistance-Leistung, gefolgt von einem persönlichen Gesundheitmanager mit 83 Prozent.

Für die Studie wurden 46 Entscheider aus Versicherungsunternehmen, 302 Vermittler und 502 Haushalte per Telefon anonym befragt. Matthias Müller-Reichart, Hochschule Rhein-Main, betonte die Repräsentativität und statistische Signifikanz der erhobenen Daten. (vwh/de)

Bild: Fotolia

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten