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Arbeitswelt 4.0 revolutioniert die Versicherungsbranche

11.10.2017 – sarah_roessler_hukVon Huk-Coburg-Vorstand Sarah Rössler: Am Schlagwort “Digitalisierung” kommt momentan niemand vorbei. Dabei ist spannend, was heute schon Realität ist, was noch kommt oder was kommen könnte. Heute hat mit dem Smartphone fast jeder einen “Supercomputer” zur Hand. Er übernimmt die Wettervorhersage, Fotoapparat, Spielekonsole und Internet in einem. Die Digitalisierung dringt in unser Privatleben und in unser Arbeitsleben.

Da sind neue Wettbewerber, die als digitale Makler Schnittstellen beim Versicherungsverkauf besetzen. Sie entwickeln Versicherungslösungen, die per Knopfdruck bzw. mit einem Wischen funktionieren sollen. Aber die Digitalisierung bietet nicht nur neue Vertriebschancen, sondern auch deutliche Prozessverbesserungen oder Chancen zur Erweiterung der Geschäftsmodelle.

Das alles verändert die Versicherungswelt. Kurz gesagt: Unternehmen müssen sich im Sinne der Kunden auf diese digitalen Veränderungen einstellen. Das verändert auch die Arbeit im Unternehmen.

Veränderungen der Beschäftigungsstrukturen

Aber wie? Dazu gibt es konkrete Vorstellungen. Beschäftigungsstrukturen werden sich ändern, weil Kunden alles schneller erwarten: Die Kommunikation, Services und die Produktentwicklung. Den Kunden stehen immer neuere technische Voraussetzungen zur Verfügung, deswegen erhöhen sich auch ihre Anforderungen an Unternehmen.

Das wird die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Agiles Arbeiten, künstliche Intelligenz, Big Data Analytics, Mobile Learning – diese Begriffe stehen für die Sprache der Digitalisierung. Was heißt das konkret? Die Arbeit wird flexibler, räumlich und zeitlich. Es wird mehr Projektarbeit geben.

Die Arbeitswelt 4.0 – mehr fachübergreifende Teams

Dafür brauchen Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte und Spezialisten, die quer denken und sich für Neues begeistern können. Digitales Know-how bei den Beschäftigten wird immer wichtiger. Wir werden also neue Formen der Zusammenarbeit, der Weiterbildungsmöglichkeiten sowie der Arbeitszeit und des Arbeitsortes sehen: Die Arbeitswelt 4.0. Es wird neue Formen des Wissensmanagements geben.

Ein wichtiger Schlüssel dafür ist die richtige Qualifizierung beginnend mit der Ausbildung, aber auch in der Begleitung des lebenslangen Lernens. Hier ist die Versicherungsbranche immer schon gut gewesen. Aus- und Weitbildung hat bei uns einen hohen Stellenwert.

Deshalb bin ich zuversichtlich, dass uns auch der Sprung in die digitale Welt gut gelingen wird. Dabei spielen spezifische Ausbildungsmodelle, E-Learning und dementsprechende Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung eine wichtige Rolle. Am Ende werden möglicherweise neue, flachere Organisationsstrukturen stehen.

Den digitalen Wandel kann der Arbeitgeber allerdings nicht allein gestalten. Hier sind die Sozialpartner gefragt, alle Beteiligte müssen ebenso flexibel und zukunftsorientiert denken. Auf betrieblicher wie auf tariflicher Ebene müssen wir den digitalen Wandel gemeinsam angehen und gestalten.

Künftig neue, reizvolle Aufgaben

Mein persönliches Fazit lautet: Die Arbeitswelt 4.0 schafft neue, reizvolle Aufgaben. Aber sie fordert auch eine neue Herangehensweise: Gefragt sind Menschen mit ganzheitlichem Wissen, übergreifenden Kompetenzen, Neugier und der Bereitschaft sich in neue Themen einzuarbeiten. Routinetätigkeiten wird es künftig weniger geben.

Das war auch bei den letzten großen Produktivitätssprüngen der Fall. Technische Umwälzungen haben aber vor allem neue Chancen hervorgebracht. Wir sollten mutig genug sein, diese Veränderungen zu gestalten – für unsere Kunden und für unsere Mitarbeiter.

Bild: Sarah Rössler, Personalvorstand der Huk-Coburg, spricht heute zu diesem Thema im Rahmen der Networking-Plattform für Frauen der 3. Euroforum-Jahrestagung. (Quelle: Huk-Coburg)

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