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Aon: Tech E&O hält Einzug auf dem deutschen Markt

26.01.2018 – risiko_pixelioKein Jahresbeginn ohne Prognose für die vorliegenden Monate: Der Versicherungsmakler Aon Risk Solutions geht in einer aktuellen Marktprognose davon aus, dass im Zuge der Digitalisierung das Angebot an Software gestützten Leistungen und Produkten, welches die Unternehmen ihren Kunden unterbreiten werden, in Zukunft noch weiter wachsen werden.

So geht der Versicherungsmakler davon aus, dass sich in 75 Prozent aller Unternehmen schon bis zum Jahr 2022 die Produktions- und Lieferprozesse durch die Digitalisierung deutlich verändern. Dabei steige durch fehlerhafte Software das Risiko von Unternehmensschäden, die nicht durch die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherungen abgesichert seien. Diese Lücke im Versicherungsschutz werde laut Aon künftig durch ein neu entwickeltes Produkt geschlossen: die Technology Errors & Omissions Insurance (Tech E&O).

“Die Tech E&O basiert auf einer IT-Haftpflichtversicherung, die im Zuge der Digitalisierung weiterentwickelt wurde. Ihr gehört die Zukunft. Sie wird zur Produkthaftpflichtversicherung 2.0, die von den Unternehmen gebraucht wird, um für die gesamte digitale Wertschöpfungskette Versicherungsschutz zu genießen”, betont Hartmuth Kremer-Jensen, Mitglied der Geschäftsführung bei Aon Risk Solutions. Während dieses Produkt bereits ein fester Bestandteil auf den Versicherungsmärkten in Großbritannien und den USA sei, hält die Tech E&O-Versicherung nun auch auf dem deutschen Markt Einzug.

Schlechtes Wetter wird für Versicherer teurer

Neben den digitalen Herausforderungen dürfte auch das Wetter den Versicherungskonzernen in den kommenden Monaten weiter teuer zu stehen kommen. Laut jüngsten Berechnungen von Aon haben die Wetterturbulenzen allein im vergangenen Jahr rund um den Globus Schäden von rund 344 Mrd. US-Dollar verursacht.

Bei den deutschen Versicherern dürften diese Ereignisse nicht spurlos vorübergehen, konstatiert Aon Risk Solutions. Denn bei internationalen Versicherungsprogrammen werden Schäden in Lokalpolicen von den deutschen Versicherern rückversichert – und belasten somit die lokale Ergebnisrechnung, betont der Versicherungsmakler.

Dabei war der Jahresbeginn für die deutschen Versicherer alles andere als ruhig. Allein die beiden Sturmtiefs “Burglind” und “Friederike” kommen die Versicherer bereits teuer zu stehen.

So schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Schäden durch “Friederike” auf nunmehr rund eine Mrd. Euro. Davon entfallen 900 Mio. Euro auf Sachschäden etwa an Gebäuden sowie 100 Millionen Euro auf Schäden an Kraftfahrzeugen. “Friederike” ist laut GDV damit der zweitschwerste Wintersturm seit 1997. Die Liste wird noch immer von “Kyrill” angeführt, der 2007 über zwei Mrd. Euro versicherte Schäden hinterließ. Auf Platz drei folgt Lothar (1999) mit 800 Mio. Euro Schaden.

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Handlungsbedarf durch Brexit

Teuer werden könnte laut Aon Risk Solutions auch der EU-Austritt des Vereinigten Königreiches. Besonders ein harter Brexit dürfte für deutsche Unternehmen, die internationale Versicherungsprogramme mit Beteiligung englischer Anbieter zur Deckung ihrer Risiken nutzen, unangenehme Folgen haben.

“Ich kann den Versicherern, die Geschäfte in Großbritannien betreiben, nur raten, sich auch auf das Szenario eines sehr harten Brexit einzustellen und das Thema nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das gilt auch für kleine, in Abwicklung befindliche Bestände”, betonte jüngst Frank Grund, Exekutivdirektor der Versicherungsaufsicht bei der Bafin, gegenüber VWheute. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)

Grafikquelle: GDV

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