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AllianzGI: Unternehmen zahlen Rekorddividenden

12.01.2018 – rendite_pixelioAllianz Global Investors rechnet in diesem Jahr mit einem neuen Rekordvolumen bei den Dividendenauszahlungen. So geht die Investmenttochter des Münchener Versicherers davon aus, dass Europas Unternehmen in diesem Jahr rund 323 Mrd. Euro an ihre Aktionäre ausschütten werden. Dies entspricht einem Plus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

“Der Ausblick für 2018 ist so gut wie lange nicht mehr. Wir rechnen mit einem Gewinnwachstum von rund acht Prozent, das allerdings bei einem anhaltend starken Euro auch etwas geringer ausfallen könnte. Die Konjunktur in Europa läuft rund, und die Gewinne der Unternehmen dürften sich weiter positiv entwickeln, was sich positiv auf die Dividendenzahlungen und die Ausschüttungsquoten der Unternehmen auswirkt”, glaubt Jörg de Vries-Hippen, CIO Equity Europe bei Allianz Global Investors.

Zudem setzen die Unternehmen nicht mehr nur auf Wachstum “um jeden Preis”, glaubt der AllianzGI-Manager. “Die Interessen der Aktionäre werden bei der Verwendung der Unternehmensgewinne deutlicher berücksichtigt werden. Und nicht zuletzt, dass auch die Unternehmenslenker mit anhaltendem Gewinnwachstum rechnen”, betont de Vries-Hippen. Demnach seien allein im vergangenen Jahr “die Gewinne zu 80 Prozent – und damit mehr als jemals zuvor – als Dividenden ausgeschüttet” worden.

Allerdings zählt Deutschland bei den Dividendenzahlungen nicht gerade zu den Spitzenreitern in Europa. Mit einem Schnitt von 2,51 Prozent liegt die Bundesrepublik laut AllianzGI im europäischen Vergleich lediglich auf Platz elf. Spitzenreiter der durchschnittlichen Dividendenrenditen im Jahr 2017 ist demnach Portugal mit 4,47 Prozent, gefolgt von Spanien mit 4,07 Prozent, Griechenland mit 4,02 Prozent und Großbritannien mit 3,98 Prozent. Schlusslichter im europäischen Vergleich sind Österreich mit 2,22 Prozent, Dänemark mit 2,09 Prozent und Irland mit 1,47 Prozent auf Platz 15.

“Die Durchschnittswerte sind eine wichtige Orientierungsgröße und sagen einiges über die Bewertung der einzelnen Märkte aus. Entscheidend ist für mich aber die individuelle Höhe der Dividende und wie ein Unternehmen die erwarteten Cash Flows in eine nachhaltige Dividendenpolitik übersetzen kann. Unternehmen, die unseren Qualitätsansprüchen in beiden Dimensionen genügen, finden wir in nahezu allen europäischen Aktienmärkten. Insbesondere Öl-, Telekom- und Versicherungswerte sind aus Dividendenperspektive derzeit attraktiv”, kommentiert de Vries-Hippen.

Dax-Konzerne zahlen deutlich mehr Rendite

Nach Einschätzung der Commerzbank werden allein die 30-Dax-Konzerne in diesem Jahr Dividenden von rund 35,3 Mrd. Euro an ihre Aktionäre ausschütten. Dies entspricht einem Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. “Die Dividendenrendite in Europa liegt schon seit Jahren mehr als zwei Prozentpunkte über der Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen”, betont Hans-Jörg Naumer, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei Allianz GI.

Spitzenreiter bei den Ausschüttungen sind in diesem Jahr nach Angaben der Commerzbank mit großem Abstand die im Dax notierten Versicherungskonzerne. So gewährt der Rückversicherer Munich Re seinen Aktionären eine Dividende von neun Euro je Aktie. Die Allianz will ihren Aktionären 7,90 Euro je Aktie zahlen. Mit weitem Abstand auf Rang drei folgt der Reifenhersteller Continental mit 4,85 Euro je Aktie vor dem Flüssiggashersteller Linde mit 3,90 Euro je Aktie. Schlusslicht im deutschen Leitindex ist die Deutsche Bank mit lediglich elf Cent je Aktie.

Die höchsten Dividendenrenditen im Konzert der 30 Dax-Konzerne gewähren hingegen der Energiekonzern RWE mit 7,83 Prozent, gefolgt vom Medienkonzern ProSiebenSat1 mit 7,1 Prozent und der Automobilhersteller Daimler mit 5,13 Prozent. Im oberen Drittel landen die Leitindex notierten Versicherungskonzerne Munich Re mit einer Rendite von 4,88 Prozent und die Allianz mit 4,04 Prozent. (vwh/td)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / PIXELIO (www.pixelio.de)

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