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#_hackNEXT – Tüfteln an der Zukunft der Versicherungswirtschaft

24.03.2017 – Alexander Krausz_zebAm Wochenende findet der hackNEXT-Hackathon statt. Die vier Kooperationspartner Allianz, DataArt, Franke & Bornberg und das Beratungsunternehmen Zeb erklären, was die Triebkraft der Digitalisierung ist, wie Kundeninteraktion künftig funktioniert und warum ein Hackathon helfen kann.

Wie Digitalisierung die Kundenschnittstelle in der Versicherungswelt verändert

Digitalisierung als Überbegriff der rasanten technischen Entwicklungen der letzten Jahre ist sicherlich einer der Haupttreiber für die aktuellen und wahrscheinlich auch zukünftigen Herausforderungen der Versicherungswirtschaft. Der Begriff als solcher ist jedoch meist zu abstrakt, um hieraus reale Herausforderungen und somit auch Ansatzpunkte für eigene Maßnahmen und Handlungen abzuleiten. Die Strategie- und Managementberatung Zeb sieht konkret vier Haupttreiber, welche die Kundeninteraktion innerhalb des Versicherungswesens nachhaltig beeinflussen und auch weiterhin beeinflussen werden.

Zum einen verzeichnen “mobile devices”, sprich tragbare Geräte wie Smartphones oder Tablets, welche über direkten Zugang zum Internet verfügen, einen starken Anstieg an Möglichkeiten der Informationsbeschaffung oder des Austausches. Man ist nicht nur immer erreichbar, sondern kann auch jederzeit Informationen abrufen oder mit seiner Umwelt teilen. Die Kommunikation im eigenen sozialen Umfeld geht allerdings weit über den bilateralen Austausch über mobile devices hinaus. “Social platforms” wie etwa Facebook, Twitter, Instagram und Co. erlauben es Versicherungskunden, ihre Erlebnisse und Erfahrungen direkt an die breite Öffentlichkeit zu kommunizieren. Durch diesen Multiplikatoreffekt können veröffentlichte Informationen schnell eine virale Verbreitung in den sozialen Netzen und darüber hinaus erlangen.

Das Momentum, welches sich über soziale Netzwerke in Verbindung mit mobilen Endgeräten erzeugen lässt, wird allerdings erst in Verbindung mit einem weiteren Treiber schlagend – “analytics”. Die Verarbeitung von großen Datenmengen, dem sogenannten “big data” und die dadurch möglich werdende Bestimmung, Ableitung und Interpretation von Trends erlaubt es Verbrauchern, jederzeit Informationen über ihren eigenen Standpunkt im Vergleich zum Rest der Welt zu erhalten. Eine weitere Dimension wird den neuen digitalen Einflüssen in der Versicherungsindustrie durch den Treiber “cloud” verliehen. Die Möglichkeit, Daten und Informationen online zu speichern und über alle (mobilen) Endgeräte des Verbrauchers hinweg zu synchronisieren, erlaubt es diesem, innerhalb eines Prozesses – beispielsweise der Informationssuche – jederzeit ohne Reibungsverluste zwischen Endgeräten zu wechseln.

Allianz Hackaton Grafik

Diese vier durch die Strategie- und Managementberatung Zeb ermittelten Treiber der Digitalisierung im Versicherungswesen verändern massiv die Erwartungen der Kunden an Versicherungsunternehmen und somit in letzter Konsequenz auch die Anforderungen an Produkte und Schnittstellen zum Kunden. Kunden erwarten:

  • Leistungen, die sie immer und jederzeit in Anspruch nehmen können sowie Kommunikationsmöglichkeiten rund um die Uhr, auch am Wochenende
  • Transparente, einfache Leistungen sowie einen transparenten Einblick in den aktuellen Status / Bearbeitungsstatus ihrer Anliegen
  • Multikanalfähige, vernetzte Leistungen und Kommunikationswege
  • Zu gleicher Zeit dennoch regionale Ansprechpartner und auf eigene Bedürfnisse zugeschnittene Angebote
  • Schnelle Bearbeitung, Kommunikation und Produktabschlüsse
  • Die Möglichkeit, mit ihrer Versicherung interaktiv zu agieren, also sprich Rückmeldungen auf ihre Anmerkungen, Meinungen und Wünsche zu erhalten
  • Sowie selbstredend qualitativ hochwertige Angebote und Serviceleistungen

Diese neuen Anforderungen stellen nicht nur viele Versicherungsunternehmen vor große Herausforderungen, schließlich bedeuten sie, die Interaktion mit dem Kunden sowie das eigene Produktangebot grundlegend neu zu überdenken und aufzusetzen.

Und warum ein Hackathon hierauf Antworten liefern kann

Die gute Nachricht zuerst – die große Mehrzahl der Insurtechs, die im Markt agieren sind aktuell nicht daran interessiert, Versicherungen zu ersetzen. In der Tat benötigen die meisten aufgrund ihres Geschäftsmodells Versicherungen als Partner – sie können und wollen das komplette Leistungsspektrum einer Versicherung gar nicht abbilden. Vielmehr fokussiert sich der Großteil darauf, die Produktpalette etablierter Versicherungen innovativer darzustellen, anzubieten, zu betreuen oder zu ergänzen. Eine Kooperation sowie Ideenaustausch zwischen etablierten Versicherungsunternehmen und neuen Insurtechs ist somit zum Vorteil aller Beteiligten.

Ein solcher Ideenaustausch als Grundstein möglicher Kooperation wird durch einen Hackathon gelegt. Hier treffen innovative Kräfte und neue Gedanken aus der Insurtech Szene mit Versicherungskonzernen und Größen in der Branche zusammen, um gemeinsam die Zukunft der Versicherungsindustrie neu zu denken. Innerhalb dieses Formates treten die Ausrichter mit definierten aktuellen Herausforderungen – sogenannten Challenges – an interdisziplinäre Teams heran, bestehend aus Entwicklern, Programmieren, Designern und Ideengebern, um in einem festgelegten Zeitrahmen neue Softwarelösungen und Geschäftsideen zu entwickeln und diese am Ende des Hackathons mittels eines Kurzvortrags, einem sogenannten Pitch, potenziellen Investoren, Fachexperten und dem anwesendem Publikum vorzustellen. Eine Jury bewertet dann die Geschäftsidee und den entwickelten Prototypen und zeichnet die besten durch Preisgelder aus.

Die Autoren des Gastbeitrags sind Alexander Krauß, Sebastian Becker und Max Steinmetz. Alle drei sind Senior Consultants der Strategie- und Managementberatung Zeb.

Grafikquelle: Zeb

Bild: Alexander Krauß (Quelle: ZEB)

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