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Allianz und Huk wollen Telematik-Tarife für alle

21.06.2017 – Telematik_TomtomDie Allianz und die Huk-Coburg werden ihre Telematik-Tarife für alle Autofahrer weiterentwickeln. “Wir werden es nicht bei jungen Leuten belassen, sondern gehen es weiter an”, sagte Allianz-Versicherungs-AG-Vorstand Frank Sommerfeld. Auch für Jörg Rheinländer, der bei der Huk-Coburg als Generalbevollmächtigter das K-Geschäft leitet, sind “alle Fahrer der nächste Schritt”. Ein optimistisches Ziel, glaubt Marco Morawetz von der Gen Re.

Mit rund 100.000 Verträgen steckt der Telematik-Markt noch in den Kinderschuhen, hat aber deutliche Wachstumsperspektiven, so der Tenor der Mehrzahl der Referenten auf einer Fachkonferenz in Köln. Die Allianz, die vor einem Jahr mit ihrem Tarif “Bonus drive” gestartet ist, kommt inzwischen auf 30.000 Verträge, die Huk-Coburg, die erst im Januar mit ihrem bundesweiten Tarifrollout startete, auf 25.000 Verträge und die deutsche Generali-Gruppe auf etwa 16.000. Bei der Huk-Coburg hat sich jeder zehnte junge Fahrer für den Telematik-Tarif entschieden. “Diese Zahlen zeigen, dass Telematik marktfähig ist”, so Rheinländer. Die Erwartungen der Huk Coburg seien “getoppt” worden.

Da die Produktionskosten für eine Telematic Device niedrig seien, lasse sich das Angebot auch bei geringeren Durchschnittsprämien, wie sie jenseits der Hochrisikogruppen gezahlt werden durchsetzen, meint Sommerfeld. Wenngleich auch nicht mehr mit Boni von 40 Prozent, wie beim “Bonus drive”. Die Allianz hat Erkenntnisse, dass Telematik das Fahrverhalten positiv verändert. “Wir vermindern das Risiko und teilen dies mit dem Kunden. Das ist eine Win-Win-Situation für den Versicherer und für den Kunden. Wir glauben, dass Telematik weitergeht”, so Sommerfeld.

Die ersten Ergebniszahlen der Telematikanbieter ändern nichts an der kritischen Einstellung von Marco Morawetz, Head of Consulting der Gen Re. “Fakt ist, dass uns heute Nischenprodukte präsentiert wurden”, sagte er. Die bisherigen Tarife funktionierten nur aufgrund der Ersparnis bei einer hohen Durchschnittsprämie und “weil sich meist die Eltern für diesen Tarif entscheiden”.

Unverändert erwartet er, dass Telematik sich allenfalls in der Hälfte des Segments “erhöhte Risiken“ durchsetzen wird. Das wäre ein Marktanteil von etwa drei Prozent. “Bis jetzt kommen die Telematiktarife auf einen Marktanteil von 0,2 Prozent – selbst wenn sich die Zahlen jährlich verdoppelten, ist es noch ein langer Weg bis drei Prozent”, so Morawetz. (lie)

Bildquelle: TomTom

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