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Affinion und Aon erobern für Kunden das Darknet

15.02.2017 – it_rechenzentrum_foto_deutsche_telekomAon Benfield und Affinion International arbeiten künftig gemeinsam im IT-Bereich. Aon will damit seine Cyberkompetenz ausbauen und den Affinion Cyberschutz Idprotect vertreiben. Das Produkt soll den Missbrauch von persönlichen Daten reduzieren oder verhindern – auch im Darknet. VWheute wollte es genauer wissen und hat zum Gespräch gebeten.

Im Dark Web, ein unkontrollierter Schwarzmarkt im Internet, werden gestohlene Datensätze angeboten. Interessenten können diese erwerben und dann auf Einkaufstour gehen. Der neue Schutz durchsucht das Internet nach gestohlenen Daten und warnt den Nutzer. Der Nutzer bestimmt, nach welchen Daten gesucht wird. Das klingt nach einem umfangreichen und komplizierten Projekt, VWheute hat daher bei Aon nachgefragt, wie das Projekt realisiert technisch wird und was genau wie versichert ist.

VWheute: Ist das Produkt ein einmaliges Angebot oder ein Dauerschutz? Kauft man die Dienstleistung also einmal ein und die Daten werden einmalig überprüft oder ist es ein Vertrag und die Überprüfung wird turnusmäßig wiederholt? Wie teuer ist der Schutz?

Aon: IDPROTECT ist ein fortlaufender Schutz, d.h. man kauft das Produkt vom Versicherungsunternehmen beispielsweise für ein Jahr und der Online-Monitor überprüft dann ein Jahr lang permanent die eigenen Daten im Internet (Open Web, Deep und Dark Web). Der Endkunden-Preis wird individuell zwischen den Vertragsparteien verhandelt. Hier kommt es maßgeblich darauf an, wie Idprotect vom Versicherungsunternehmen vermarktet wird, d.h. wird das Produkt als Stand-Alone oder als Bestandteil einer Versicherung angeboten.

VWheute: Was genau geschieht, wenn der Schutz die Daten eines Kunden findet? Sind die Folgeschäden versichert?

Aon: Wonder Online-Monitor schickt dem Kunden eine Alarmmeldung per E-Mail oder SMS. Dann kann der Kunde sich in sein Benutzerkonto einloggen und weitere Details einsehen, zum Beispiel wo seine Daten gefunden wurden und kann anhand einer simplen Ampeldarstellung den möglichen Risikostatus auf einen Blick ablesen. Unterstützend steht dem Kunden das Service-Team der 24-Stunden-Notfall-Hotline zur Verfügung. Folgeschäden können abgesichert sein, das obliegt aber der individuellen Gestaltung des Versicherungsunternehmens.

VWheute: Neben dem Dark Web überprüft Idprotect das gesamte Internet, ist das überhaupt technisch möglich und wie?

Aon: Ja, das ist möglich. Auskunft über die Funktionsweise gibt Affinion gerne im Rahmen der Verkaufsverhandlungen und nach Unterzeichnung einer Vertraulichkeitsvereinbarung mit dem Versicherungsunternehmen.

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Maximilian Volz.

Bild: IT-Zentrum (Quelle: Telekom)

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