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2022 ist das Schicksalsjahr der Lebensversicherung

11.10.2017 – Geld Koffer by_Bernd Kasper_pixelio.de - Windows-FotoanzeigeKaterstimmung in der LV-Branche. Nach dem angekündigten Run-off der Generali und Ergo befindet sich die Lebensversicherung im freien Fall. Die deutschen Lebensversicherer werden bis zum Jahr 2022 “für fast ein Fünftel des Marktes” das Neugeschäft eingestellt haben, ist sich die Ratingagentur Fitch sicher. Es droht ein Run-off-Megaevent.

Das oben beschriebene Szenario würde bedeuten, dass Lebensversicherungen im Volumen von rund 180 Mrd. Euro nur noch abgewickelt würden, wie eine kürzlich veröffentlichte Fitch-Studie zeigt. Aktuell sei bereits ein Volumen von 90 Mrd. Euro in Abwicklung, rund neun Prozent des Bestandes. Zumeist erfolge der Run-Off auf eigene Rechnung, aber einen “immer größeren Anteil” sollen laut Fitch künftig externe Investoren übernehmen, die sich auf die Abwicklung spezialisiert haben. Bei der letzten Schätzung rechnete Fitch noch mit einem Run-off-Volumen von 150 Mrd. Euro.

Die Gründe: Niedrige Zinsen und Solvency II

Zu den Gründen schreibt für den Rückgang Fitch: “Dieser Trend ist getrieben von niedrigen Zinsen und höheren Kapitalanforderungen unter Solvency II, die die Rentabilität von traditionellen Produkte mit Zinsgarantien unter Druck setzen.” Ohne die Notwendigkeit neue Kunden mittels attraktiver Zinsen zu werben, würden die Versicherer nur die versprochene Mindestverzinsung ausschütten und gleichzeitig die Vertriebsprovisionen “drastisch senken”. Da die Verwaltungskosten mit schrumpfenden Beständen steigen, wäre ein Verkauf lohnenswert. (vwh/mv)

Bild: Geldkoffer (Quelle: Bernd-Kasper / PIXELIO / www.pixelio.de)

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